Studierende der Wilhelm-Knapp-Schule diskutierten mit Intendant Thorsten Weckherlin über Dürrenmatts „Das Versprechen“
Mit der Inszenierung des bekannten Romans „Das Versprechen“ von Friedrich Dürrenmatt startete die Theatergemeinde Weilburg in die neue Spielzeit. Das Landestheater Burghofbühne Dinslaken präsentierte in der Stadthalle eine eindrucksvolle Aufführung, die das Publikum überzeugte.
Die vor 50 Jahren in dem Roman „Das Versprechen“ verarbeitete Thematik von Mädchenmorden durch einen psychisch kranken Serientäter ist auch heute immer noch aktuell. Im Zentrum der in der Schweiz angesiedelten Handlung steht Kommissär Matthäi, der den Eltern der ermordeten Gritli Moser das Versprechen gibt, den Mörder ihrer Tochter zu finden. Seine Jagd nach dem Täter wird für ihn zur Besessenheit und als Matthäi schließlich den Mörder nicht fängt, da dieser zufällig auf der Fahrt zu seinem nächsten Opfer bei einem Unfall ums Leben kommt und daher nicht in die von Matthäi aufgestellte Falle geht, verfällt der ehemalige Kommissär dem Wahnsinn.
Schon bevor der Stoff unter dem Titel „Das Versprechen“ von Friedrich Dürrenmatt als Roman veröffentlich wurde, lieferte der Autor die Textvorlage für den Film „Es geschah am hellichten Tag“ mit Heinz Rühmann und Gert Fröbe. Jedoch veränderte der Schriftsteller für sein Buch das Ende der Handlung. Während Heinz Rühmann als Matthäi im Film den von Gert Fröbe gespielten Mädchenmörder fasst, scheitert der Protagonist im Roman und wird wahnsinnig.

Die Studierenden der Fachschulklasse FA 05 der Wilhelm-Knapp-Schule Weilburg haben im Rahmen des Deutschunterrichts Dürrenmatts Buch „Das Versprechen“ gelesen und analysiert. Gemeinsam mit ihrem Deutschlehrer Andreas Böttig besuchten sie die Aufführung des Theaterstückes in Weilburg. Vor Aufführungsbeginn trafen sich die Studierenden mit dem Intendanten Thorsten Weckherlin, um mit ihm den Inhalt des literarischen Werkes sowie dessen Umgestaltung für die Bühne zu erörtern.
26. September 2008
Text: Andreas Böttig Fotos: privat
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