Karrierechance: vom staatlich geprüften Betriebswirt zum Bachelor Kooperation zwischen der Hessischen VWA in Frankfurt und der Wilhelm-Knapp-Schule eröffnet neue Chancen

Wer beruflich weiterkommen und mehr Verantwortung übernehmen möchte, kommt an einem akademischen Abschluss meist nicht mehr vorbei. Dabei ist es laut Europäischem Studentenreport für Fachkräfte ohne klassisches Abitur hierzulande besonders schwer, ein Studium aufzunehmen: Lediglich fünf Prozent der Studierenden in Deutschland qualifizieren sich über ihren Beruf für die Hochschulausbildung. Deshalb hat jetzt die Fachschule für Betriebswirtschaftslehre an der Wilhelm-Knapp-Schule (WKS) in Weilburg mit der Hessischen VWA Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie in Frankfurt am Main eine Kooperation geschlossen. Gemeinsames Ziel ist es, den WKS-Absolventen einen akademischen Bachelor-Abschluss zu ermöglichen.
Nach ihrer Fortbildung zum staatlich geprüften Betriebswirt bzw. zur staatlich geprüften Betriebswirtin können sich die WKS-Absolventen ab September 2009 an der VWA Frankfurt innerhalb eines Semesters zum Betriebswirt (VWA) weiterbilden. Direkt im Anschluss erwerben sie in zwei weiteren Semestern einen staatlich und international anerkannten Hochschulabschluss: entweder den deutschsprachigen Bachelor of Arts oder den Bachelor of Business Administration in deutsch-englischer Sprache. Möglich ist dies durch die bewährte Zusammenarbeit der VWA Frankfurt mit der Hessischen Berufsakademie und mit der niederländischen Avans Hogeschool B.V., die diese Bachelor-Abschlüsse vergeben.
„Mit dem Anschlussangebot an der VWA wird die letzte Lücke im lebensbegleitenden Lernen der WKS im Weilburger Raum geschlossen. Es ist möglich nach jedem Abschluss einen Anschluss zu erreichen.“ Als großartig bezeichnet der Direktor der WKS, Ottmar Seilbold, dass jetzt vom Hauptschulabschluss bis zum akademischen Bachelor-Abschluss alle Bildungsabschlüsse möglich geworden sind. „Unser spezielles dreistufiges Modell, bei dem erst der fachspezifische Abschluss, dann das Wirtschafts-Diplom und danach der Bachelor absolviert werden kann, wird von den Unternehmen hoch geschätzt“, sagt Mark Moser, Geschäftsleiter der VWA Frankfurt. „Damit die Verzahnung von Beruf und Studium optimal realisiert werden kann, bieten wir das Bachelor-Studium berufsbegleitend in Teilzeitform an. Die Vorlesungen finden also nach der Arbeit und am Wochenende statt. Mit dem Abschluss verfügen unsere Absolventen dann über praktische wie theoretische Kenntnisse auf Hochschulniveau.“
„Ich bin davon überzeugt, dass die enge Zusammenarbeit mit der VWA eine große Karrierechance für unsere WKS-Absolventen bietet“ betonte der für die Kooperation verantwortliche Studienleiter an der WKS, Martin Petzsche. Die neue Kooperation mit der Wilhelm-Knapp-Schule ist nicht zeitlich begrenzt. Anmeldung und Aufnahme zum Studium sowie die Überprüfung der Zugangsvoraussetzungen erfolgt direkt über die VWA Frankfurt. „Wir streben eine langfristige Partnerschaft mit der Fachschule für Betriebswirtschaft an“, so Moser. „Je nachdem, wie groß die Nachfrage der WKS-Absolventen ist, können wir uns vorstellen, die Weiterqualifikation auch direkt in Weilburg durchzuführen.“
Informationen über die VWA Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie
Rund 20.000 Studierende sind derzeit für ein berufsbegleitendes Studium im bundesweiten Netzwerk der 103 Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademien (VWA) immatrikuliert. 13 dieser Akademien (Offenbach, Darmstadt, Frankfurt am Main, Kassel, Bochum, Hagen, Essen, Krefeld, Duisburg, Berlin, Bremen, Hamburg und Magdeburg) sind dem Verbund der Essener BCW-Gruppe (BildungsCentrum der Wirtschaft) angeschlossen. Die Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademien (VWA) führen berufsbegleitende Studiengänge mit wirtschaftswissenschaftlichen Schwerpunkten durch. An der VWA zu studieren heißt auf universitärem Niveau zu lernen. Mit und ohne Abitur. Zulassungsvoraussetzung ist der Abschluss der mittleren Reife, eine abgeschlossene Berufsausbildung oder entsprechende Berufserfahrung. Mehr Informationen zur VWA unter www.vwa-gruppe-bcw.de.
Informationen über die Fachschule für Betriebswirtschaft an der WKS
Die Qualifizierung zum/r staatlich geprüften Betriebswirt/in an der zweijährige Fachschule ist eine wichtige Säule der beruflichen Weiterqualifizierung. Sie baut in der Regel auf eine Erstausbildung auf und orientiert sich am neuesten Stand des Anwendungsbezugs in Industrie, Handel und Verwaltung. Neben der Weiterbildung in beruflich relevanten Bereichen ist die Fortführung, Vertiefung und Erweiterung der allgemeinen Bildung ein wesentlicher Bestandteil der Ausbildung. Die Fachschule für Wirtschaft gibt es seit 1992 an der Wilhelm-Knapp-Schule (WKS). Die Schwerpunkte Marketing, Finanzmanagement und Personalmanagement werden in Vollzeitform (vier Semester) und in Teilzeitform (berufsbegleitend in sieben Semestern) angeboten. 1994 startete der Schwerpunkt Touristik und seit 2006 bietet die WKS als erste Aus- und Weiterbildungseinrichtung in ganz Deutschland die Ausbildung zum "Staatlich geprüften Betriebswirt mit Schwerpunkt Franchising" in Vollzeitform an.
Mehr Informationen zur Fachschule für Betriebswirtschaft unter: www.fachschule-wirtschaft.de www.franchsing-fachschule.de www.touristik-fachschule.de
Text: Martin Petzsche Foto: Andreas Böttig
Mai 2009
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