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Verabschiedung der Klasse FA 2005:
Staatlich geprüfte Betriebswirte (Teilzeit) /
Claudia Scheffner erreichte die Traumnote 1,0

„Yes we can!” Den Wahlslogan des neuen amerikanischen Präsidenten Barack Obama haben dreizehn Studierende der Fachschule für Betriebswirtschaft an der Wilhelm-Knapp-Schule Weilburg (WKS) als Motto gewählt, nachdem sie ihre Prüfung zum „Staatlich geprüften Betriebswirt“ bestanden hatten. Vier Jahre lang haben die frisch gebackenen Betriebswirte Familie, Beruf und Schule miteinander verknüpft und auf vieles verzichtet, um dreimal pro Woche zusätzlich zu ihren sonstigen Verpflichtungen an der WKS noch einmal die Schulbank zu drücken. Doch die Mühe hat sich gelohnt und so konnten alle voller Stolz im Weilburger Hotel „Lahnschleife“ aus den Händen von Oberstudiendirektor Ottmar Seibold und Klassenlehrer Jörg Rohrbach ihre Zeugnisse in Empfang nehmen.

„Ja, Sie können und haben viel erreicht, auf das Sie stolz sein können“, griff Ottmar Seibold den Slogan „Yes we can!“ auf. „Ihr Abschlusszeugnis ist ein wichtiges und wertvolles Dokument, das Ihnen testiert, dass Sie in mehr als zweitausend Unterrichtsstunden Wissen, Qualifikationen und Kompetenzen erworben haben“, ergänzte der Schulleiter. Er rief die Absolventinnen und Absolventen dazu auf, bei dem Motto ihrer Verabschiedung zu bleiben, denn sie könnten wesentlich dazu beitragen vernünftige und zukunftsgerichtete Projekte zu managen. Nicht nur in Amerkia, sondern auch in Deutschland gebe es viel zu tun.

Am Ende seiner Rede demonstrierte Ottmar Seibold anhand eines praktischen Beispiels, das einst ein Philosophieprofessor seinen Studenten vorführte, die unterschiedliche Bedeutung einzelner Bereiche und Schwerpunkte im Leben eines Menschen. Er füllte ein Gefäß mit großen Steinen, das anschließend auf den ersten Blick voll zu sein schien. Danach schüttete der Oberstudiendirektor kleinere Steine hinzu, die sich in die Zwischenräume setzten. Diese wurden wiederum mit Sand überschüttet und am Ende goss Ottmar Seibold noch eine Flasche Bier in den Krug, der erst jetzt richtig gefüllt war. Die großen Steine repräsentierten die wichtigen Dinge im Leben, die Familie, die Gesundheit, die Freunde. Die kleineren Kieselsteine symbolisierten andere Punkte im Leben, wie die Arbeit, das Haus, das Auto den Garten und ähnliches. Der Sand stand für die vielen Kleinigkeiten im Alltag „und das Bier soll Ihnen sagen, dass – egal wie schwierig Ihr Leben auch hin und wieder sein mag – es immer noch Platz für ein oder zwei Bierchen geben muss“, schloss Ottmar Seibold augenzwinkernd.

Winfried Jünger, der als ehemaliger Abteilungsleiter an der WKS für die Fachschule zuständig war, zeigte sich hocherfreut und stolz darüber, dass sein letzter Fachschuljahrgang, obwohl er stark dezimiert wurde – von anfangs über dreißig Studierenden blieben am Schluss dreizehn übrig – doch so erfolgreich abgeschnitten hatte, denn alle Absolventinnen und Absolventen erreichten ein gutes Ergebnis und einmal wurde sogar die Traumnote 1,0 geschafft. „Erinnern Sie sich dessen, was zum Erfolg führte. Fleiß und Ausdauer trugen dazu bei, dass Sie dieses Ergebnis erreichten“, gab er den Betriebswirten mit auf den Weg.

„Für mich werden Sie immer die Legendären sein, denn Sie sind die Klasse, in der alle – ohne Ausnahme – einen besseren Notendurchschnitt erreicht haben als 2,9, in der weit mehr als die Hälfte beim Notendurchschnitt eine Eins vor dem Komma stehen hat und in der sich die Studierende befindet, die in jedem Fach eine Eins erreicht hat!“ Jörg Rohrbach, der Klassenlehrer der jungen Betriebswirte sparte nicht mit Lob und Superlativen in seiner Abschiedsansprache. Der lang ersehnte Abschluss sei gleichzeitig ein neuer Ausgangspunkt, ein zusätzlicher, entscheidender Schritt in der Lebens- und Berufsplanung. „Schauen Sie nicht nach vorne, schauen Sie nicht zurück. Schauen Sie nach oben. Der Karriereberg gehört Ihnen“, betonte Jörg Rohrbach schließlich.

„Es war eine harte Zeit, es war eine gute Zeit“, stellte Steffen Ritter im Namen aller neuen Betriebswirte fest. Man könnte sagen, dass von einem großen Schülerschwung letztendlich eine kleine exquisite Auslese übrig geblieben sei, meinte der Redner, dankte allen Dozentinnen und Dozenten für die gute Ausbildung an der WKS und überreichte ihnen zum Abschied Geschenke.

Ottmar Seibold zeichnete abschließend noch gemeinsam mit Jörg Rohrbach die Jahrgangsbesten – Claudia Scheffner, die mit 1,0 ein herausragendes Ergebnis erzielte, sowie Steffen Ritter, der einen Notendurchschnitt von 1,2 erreicht hatte – mit Buchpräsenten aus.

Ihre Zeugnisse als „Staatlich geprüfte Betriebswirte“ erhielten: Christina Ache (Wetzlar), Simone Bär (Mengerskirchen), Dunja Hahn (Waldbrunn – Ellar), Sandra Huttel (Aßlar), Christian Jost (Mengerskirchen), Jochen Kraus (Neu-Anspach), Anne Leyerer (Wetzlar), Christian Ritter (Langgöns), Steffen Ritter (Langgöns), Claudia Scheffner (Girod), Georg Schuster (Mengerskirchen - Winkels), Sonja Simon (Löhnberg – Niedershausen) und Michael Weidenfeller (Nomborn).

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Die Ehrung der besten Studierenden. V.l. Klassenlehrer Jörg Rohrbach, Steffen Ritter, Claudia Scheffner, Schulleiter Ottmar Seibold.

 

Text und Fotos: Andreas Böttig
Januar 2009