Aktuelles

Schüler der WKS ließen sich für Knochenmarkspende registrieren

Zahlreiche Schülerinnen und Schüler sowie auch Lehrkräfte der Wilhelm-Knapp-Schule (WKS) Weilburg ließen sich als Knochenmarkspender registrieren. Die Registrierungsaktion war Teil eines Schulprojekts, das die beiden Fachoberschülerinnen Mandy Anzengruber und Lilly Butz aus der Fachoberschulklasse (FOS) 12 B in Zusammenarbeit mit der Deutschen Knochenmarkspende (DKMS) im Rahmen ihrer schulischen Ausbildung an der WKS initiiert hatten. Weiterlesen

Siegfried Schneider als Vorsitzender des Fördervereins der WKS verabschiedet

Neuwahl des Vorstandes

Nachdem er seit 2011 den Vorsitz des „Vereins der Förderer, Freunde und Ehemaligen der Wilhelm-Knapp-Schule Weilburg e. V.“ inne hatte und zuvor bereits den Posten des stellvertretenden Vorsitzenden besetzte, ist Siegfried Schneider nun aus seinem Amt ausgeschieden und wurde im Rahmen der Jahreshauptversammlung feierlich verabschiedet. Bereits 1966  war Siegfried Schneider als Schüler mit der Wilhelm-Knapp-Schule (WKS) Weilburg in Kontakt gekommen und später dem Förderverein beigetreten. Sowohl der Kassierer des Fördervereins, Pascal Brühl, als auch Dr. Ulla Carina Reitz, die Schulleiterin der WKS würdigten die langjährigen Verdienste von Siegfried Schneider und dankten ihm für seine ehrenamtliche Tätigkeit. Beide überreichten dem scheidenden Vorsitzenden Präsente als Dankeschön für seine Aktivität.

In der Fördervereinssitzung wurde der Vorstand neu gewählt. Die Nachfolge von Siegfried Schneider tritt Thomas Magyar an, der gleich auch einige Ideen präsentierte, um die Aktivitäten des Fördervereins noch mehr in den Fokus der Öffentlichkeit zu stellen. Stellvertretende Vorsitzende ist weiterhin Schulleiterin Dr. Ulla Carina Reitz. Auch die anderen Vorstandsposten werden weiterhin von den bisherigen Amtsinhabern besetzt. Als Schriftführer wurde Dr. Rolf Bernhardt wiedergewählt und Sandra Haab zu seiner Stellvertreterin bestimmt. Das Amt des Kassierers liegt weiterhin in den Händen von Pascal Brühl, dem Dr. Astrid Eisbrenner als seine Stellvertreterin zur Seite steht.

Quick Fix

Schüler der Wilhelm Knapp Schule beweisen ihr unternehmerisches und handwerkliches Talent

Fahrradreparaturstationen entlang der Lahn

In einem klassen- und fächerübergreifenden Schulprojekt stellen Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschulklassen BFS 11 M (Schwerpunkt Mechatronik) und BFS 11 W (Schwerpunkt Wirtschaft und Verwaltung) der Wilhelm-Knapp-Schule (WKS) Weilburg sowohl unternehmerisches Talent als auch handwerkliches Geschick unter Beweis. Unter dem Motto „Wirtschaft erleben“ wurden die Jugendlichen aktiv, sind in die spannende Welt der Unternehmensgründung eingetaucht und produzieren eine Fahrradreparaturstation.

Grundlage für die Firmengründung lieferte die „IW (Institut für Wirtschaft) JUNIOR gGmbH“ in Köln, eine gemeinnützige GmbH, deren Vertreterin Nina Ahlmann (vom Ehemaligennetzwerk JUNIOR Alumni e. V.) das Schülerprojekt an der Schule präsentierte. In einem JUNIOR Einführungsworkshop erlebten die Jugendlichen praxisbezogen und handlungsorientiert, wie wichtig Teamarbeit und Planung bei der Umsetzung eines Projektes sind. In dem handlungsorientierten Workshop entwickelten die Teilnehmer des JUNIOR Schülerfirmenprogramms ihre eigenen Geschäftsideen und erstellten einen ersten Businessplan für die Gründung ihres Schüler-Unternehmens. Anschließend stellten die „Jungunternehmer“ die erarbeiteten Konzepte ihren Mitschülern und Experten der IW JUNIOR vor. In den darauffolgenden Monaten ging es dann an die Umsetzung der Ideen. Dazu mussten Anteilseigner gewonnen, das Produkt entwickelt, Marktforschung betrieben und nicht zuletzt Kunden gewonnen werden.

„Quick fix“ ist der Name der Schülerfirma, die die zwei Berufsfachschulklassen der WKS gegründet haben. Bei der Auswahl des Verkaufsprodukts, musste darauf geachtet werden, dass sich bei der Planung und Produktion Inhalte aus den Lehrplänen der Schwerpunktfächer Mechatronik sowie Wirtschaft und Verwaltung beider Klassen wiederfinden.

Weltweite „Klimaerwärmung“ und deren Auswirkung ist in heutiger Zeit ein zentrales Thema. Dass in auf diesem Gebiet dringender Handlungsbedarf besteht, wird immer deutlicher. Zum Erreichen der Klimaschutzziele, aber auch weil Energie und andere Ressourcen stetig knapper und teurer werden, muss sich das Verbraucher- und speziell das Verkehrsverhalten gravierend ändern. So ist es hilfreich und ein deutliches Signal zum Umdenken und hin zum Umweltschutz, wenn vor allem kurze Wege im Alltag vermehrt zu Fuß oder mit dem Fahrrad erledigt werden. Dieser Weg wird mehr und mehr beschritten, wie die zunehmende Zahl an Fahrradfahrern beweist. Doch was passiert, wenn das Zweirad unterwegs einen Defekt hat? Die Stadt Weilburg liegt an dem Lahn-Radweg zwischen Marburg und Lahnstein. Auf der gesamten Strecke bietet sich keine Möglichkeit, ein defektes Rad zu reparieren oder einfach nur den Reifen aufzupumpen. Die Weilburger Schülerfirma „Quick fix“ hat in diesem Bereich eine Marktlücke entdeckt und eine Fahrradreparaturstation für Schnellreparaturen entwickelt, die die Jugendlichen nun vertreiben. Ziel ist es, diese Stationen entlang des Radweges an der Lahn zu platzieren. Weilburgs Bürgermeister Dr. Johannes Hanisch (CDU) steht dem Schulprojekt sehr aufgeschlossen gegenüber und so stellt sich die Stadt Weilburg der Schülerfirma als Wirtschaftspate und potentieller Kunde an die Seite.

Radfahrer haben an dieser Station, die fest im Boden verankert wird, die Möglichkeit leichte Reparaturarbeiten, wie Schlauchreparaturen, auszuführen. Die notwendigen Werkzeuge und eine Luftpumpe sind diebstahlsicher für jegliche Art der Reparatur vorhanden. Für eine sichere Aufhängung des Rades verfügt der Reparaturständer über eine Montagehalterung, an der das Fahrrad befestigt werden kann. Die Grundausstattung der Station kann mit Zusatzmodulen, wie einer Elektro-Ladestation oder einem Schlauchautomaten, erweitert werden.

Aus einem Mix von Ideen entwickelten die Schülerinnen und Schüler einen Prototyp. Auf Grundlage der Ideen wurden Fertigungszeichnungen und eine Montagezeichnung der Station angefertigt. Die Entwürfe wurden von dem Weilburger Fachlehrer Martin Schäfer als CAD Zeichnungen angelegt. Da für den Bau des Prototyps noch kein Budget zur Verfügung stand, mussten verschiedene Unternehmen angesprochen werden, die das Projekt unterstützten. Die Luftpumpe und die Werkzeuge wurden von der Firma „Radsport Wern“ aus Weilburg zur Verfügung gestellte. Die Grundplatte sowie die Hauptsäule des Ständers lieferte die Limburger Firma „Eisen Fischer“ und die Herstellung der Haube für die Luftpumpe und die gesamte Lackierung erfolgten kostenfrei durch das Maschinenbauunternehmen Rudolf Schäfer aus Merenberg. Das Anschweißen der Säule und der Zusammenbau der Station fanden dann in den Werkstätten der WKS statt.

Diesen Prototyp der Fahrradreparaturstation präsentierten die Schülerinnen und Schüler vor kurzem während der Bildungsmessen an der WKS und in Limburg, stellten dort ihr Projekt vor und nutzten auch die Gelegenheit Anteilsscheine ihrer Schülerfirma zu verkaufen.

Claus Bornemann und Pascal Brühl, die betreuenden Lehrer des Schülerfirmenprojektes der WKS, versprechen sich viel von der Teilnahme der Jugendlichen am JUNIOR Schülerfirmen Programm: „Mit der Unterstützung von JUNIOR bekommen unsere Schülerinnen und Schüler Berufsorientierung sowie Wirtschaftswissen praxisnah und anschaulich vermittelt. Bei der Durchführung des Projektes können sie dann ihr Talent beweisen. JUNIOR stellt damit eine sinnvolle und spannende Ergänzung zum Lehrplan dar“, erläuterte Claus Bornemann. Die beiden Pädagogen wollen mit ihrem Engagement den Lernenden vor allem Chancen bewusst machen: „Viele Schüler wissen nicht, welche Fähigkeiten und Neigungen sie überhaupt haben und ziehen bei Ihrer Berufswahl viele passende Berufe nicht in Betracht – auch weil Ihnen niemand sagt, dass es sie gibt. Ich bin mir sicher, dass nach Abschluss des JUNIOR Schülerfirmenprogramms, die Schüler mehr über ihre eigenen Potentiale erfahren und selbstbewusster im (Berufs-)Leben stehen“, blickt Claus Bornemann optimistisch in die Zukunft.

Die Schülerinnen und Schüler erleben im Rahmen des JUNIOR Projektes, wie Wirtschaft funktioniert, lernen Selbstständigkeit als Berufsperspektive kennen und erwerben wichtige Schüsselkompetenzen. JUNIOR bietet Schulen, neben Workshops und Unterrichtsmaterialien, den rechtlichen und organisatorischen Rahmen für die Einrichtung einer Schülerfirma, Anregungen zu fächerübergreifendem und projektbezogenem Lernen sowie Kontaktvermittlung zu Wirtschaftsexperten aus der Region.

Gefördert wird das Projekt vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung aus Mitteln der Europäischen Union – Europäischer Sozialfonds und der Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit.

 

Bildungsmesse

Wege in den Erfolg – Bildungsmesse findet großen Zuspruch

Von Andreas E. Müller

 

Die Weilburger Wilhelm-Knapp-Schule glich einem Ameisenhaufen. Unzählige junge Menschen bewegten sich zwischen Foyer, Aula und mehreren Schulräumen hin und her, von Infostand zu Infostand. Mehr als 50 Firmen, Institutionen und Einrichtungen präsentierten sich, ihre Arbeitsmöglichkeiten sowie die unterschiedlichsten Ausbildungsberufe und Studienfächer. Ulla-Carina Reitz, Schulleiterin der Wilhelm-Knapp-Schule, begrüßte die zahlreichen Gäste zu den Klängen von Edvard Elgars „Pomp & Circumstance“, „aus der Konserve“, wie sie sagte, da das Schulorchester wegen des Flugstreikes in Barcelona festsitze. Weiterlesen

Fachschule unterwegs: Studienfahrt nach Malta

Verfasst von: Adrian Gashi

Am Dienstag, den 12.11.2019 trafen wir, Studierende der Wilhelm-Knapp-Schule Weilburg, uns gemeinsam mit unseren Lehrern, Frau Brück und Herrn Kramer, am Flughafen Köln/Bonn, um von dort aus nach Malta zu fliegen. Nach ein paar kleinen Turbulenzen während dem Flug landeten wir sicher in Malta und machten uns mit dem Bus auf zu unserem Hostel.

Am Mittwoch stand ein „Spaziergang“ nach Malta und die Besichtigung der dortigen Sehenswürdigkeiten auf dem Programm. Mit nur 5.500 Einwohnern ist Malta die kleinste europäische Hauptstadt und hat dennoch einiges zu bieten.

Am Donnerstag unternahmen wir einen Ausflug nach Gozo (eine benachbarte Insel), um uns das „Magro Foot Village“ und den „Fungus Rock“ anzusehen.

Am nächsten Tag sahen wir uns bei sonnigem Wetter die „Dingli Cliffs“ an. Bis zum Abend hatte jeder dann nochmal Zeit die Insel frei zu erkunden, bevor wir uns nochmal zu einem gemeinsamen Abendessen in einem Restaurant trafen, um den Abend gemütlich ausklingen zu lassen.

Trotz des straffen Zeitplanes blicken wir auf eine wunderschöne Zeit in Malta zurück, in der wir Neues erleben und lernen konnten und wir empfehlen jedem, selbst einmal dorthin zu reisen und die vielen Eindrücke auf ganz persönliche Art und Weise auf sich wirken zu lassen.

 

 

Mitmachtheater durch das „Brachland-Ensemble“ in der WKS

Performance unter dem Titel „Diktat“ unterhielt und regte zum Nachdenken an

Die beiden Schauspieler Dominik Breuer (gleichzeitig auch Artistic Director der Schauspielgruppe) und Irina Ries vom Brachland-Ensemble verwandelten die Sporthalle der Wilhelm-Knapp-Schule (WKS) Weilburg in eine große Bühne und präsentierten den Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 11 und 12 des beruflichen Gymnasiums (BG) eine Performance mit dem Titel „Diktat“. Ebenso wie der außergewöhnliche räumliche Rahmen – eine Turnhalle – entsprach auch die Darbietung nicht einer gewohnten Theateraufführung.

Ausgangspunkt für die Performance „Diktat“ war die Beobachtung der Ensemblemitglieder, dass sich sowohl im öffentlichen als auch im privaten Leben weit verbreitete Anweisungsstrukturen und Bevormundungen finden. In der Darstellung ging es um Befehle geben, Befehle annehmen sowie um das Verweigern von Befehlen. Dabei wurden die Schülerinnen und Schüler mit einbezogen, das heißt, das Publikum wurde zum Mitmachen animiert. Die Zuschauer sollten Fragen beantworten, Statements abgeben und konnten mit Körpersprache – wie beispielsweise Handzeichen – den Verlauf der Performance beeinflussen.

So mussten in einem Fall alle Schülerinnen und Schüler die Hand heben und durften nach eigenem Belieben den Zeitpunkt des Herabsenkens bestimmen. Eine Person auf der Bühne war dazu verpflichtet, solange eine Aktion auszuführen (zum Beispiel einen Stuhl über Kopf heben oder Liegestütze zu absolvieren), bis alle Zuschauer ihre Hand gesenkt hatten, das heißt, das Publikum bestimmte die Länge der Aktivität und entschied dadurch, ob der Akteur auf der Bühne leidet. Dadurch wurden die Schülerinnen und Schüler einerseits dafür sensibilisiert, dass sie Entscheidungsgewalt haben und dabei Macht ausüben können, aber andererseits auch Verantwortung übernehmen müssen. Und sie mussten sich der Frage stellen: „Wann hört das theatrale Spiel auf und es beginnt eine vielleicht reale Demütigung des Betroffenen?“

Das Brachland-Ensemble ging – nach eigenem Bekunden – in den vergangenen Jahren verstärkt der Frage nach, wie man mit künstlerischen Mitteln ein nachhaltiges Interesse für gesellschaftlich relevante Themen auch bei Bürgerinnen und Bürgern außerhalb der Theaterräume aktivieren und bereits bestehendes Engagement fördern kann. „Theater ist unmittelbar, spontan und findet live statt – im direkten Kontakt mit einem Publikum“, heißt es in einem Flyer des Brachland-Ensembles, der das Programm der Schauspielgruppe vorstellt. Die Darsteller versuchen diesen Kontakt-Bonus zu nutzen, wenn sie gesellschaftspolitische Themen künstlerisch umsetzen. Im interaktiven Spiel sehen die Schauspieler die Möglichkeit, für kontroverse Themen ungewohnte und neue Perspektiven einzunehmen.

 

Chinesische Delegation lernte die Werkstätten der WKS kennen

Schulaufsichtsbeamte und Schulleitungsmitglieder informierten sich über die duale Ausbildung

Immer wieder besuchen Schulaufsichtsbeamte und Schulleitungsmitglieder beruflicher Schulen aus China die Wilhelm-Knapp-Schule (WKS), um sich über das deutsche Bildungssystem sowie die vielfältigen Qualifizierungsangebote des berufsbildenden Kompetenzzentrums in Weilburg zu informieren. Auf besonderes Interesse der Delegierten aus Fernost stößt dabei meist das duale Ausbildungssystem in Deutschland. Hinsichtlich des umfangreichen Bildungsangebots der WKS steht bei den Gesprächen oft der Studienbereich der Fachschule mit dem angegliederten Bachelorstudiengang im Blickpunkt, ebenso wie die Arbeit des beruflichen Gymnasiums mit seinen inhaltlichen Schwerpunkten Wirtschaft und Umwelttechnik.

Schulleiterin Dr. Ulla Carina Reitz konnte erneut eine Delegation aus China begrüßen und führte die Gäste durch das Gebäude. Dabei stellte ihnen die Oberstudiendirektorin die zahlreichen Schulformen der WKS vor, präsentierte ihnen Unterrichtsschwerpunkte und beantwortete Fragen der Gäste. Andreas Bader, der kommissarische Abteilungsleiter der gewerblichen Abteilung an der WKS, präsentierte den Delegierten aus China den Werkstattbereich des Weilburger Berufsschulzentrums vor und erläuterte ihnen die schulische Ausbildung in den unterschiedlichen Handwerksberufen.

 

Bachelor

Studierende erlangten an der WKS den „Bachelor of Arts“

Kooperation

Jubelnd warfen die Studentinnen und Studenten die schwarzen Bachelorhüte in die Luft, die ihnen Schulleiterin Dr. Ulla Carina Reitz zuvor überreicht hatte! Bereits zum vierten Mal konnte ein Studentenjahrgang nach erfolgreichem Bachelorstudium an der Weilburger Wilhelm-Knapp-Schule (WKS) feierlich verabschiedet werden. 11 Absolventinnen und Absolventen haben an dem Weilburger Bildungszentrum den Titel „Bachelor of Arts“ erworben und durften nun ihrer Freude freien Lauf lassen. Die Möglichkeit zur Erlangung eines akademischen Titels an der WKS bietet sich durch eine Kooperation mit der Fachhochschule des Mittelstandes (FHM) in Bielefeld im Bereich der Fachschule Wirtschaft (Schwerpunkt Betriebswirtschaft), so dass seit nunmehr sechs Jahren an dem beruflichen Schulungszentrum in Weilburg ein akademischer Bachelorstudiengang angeboten wird. Ziel der Kooperation mit der Fachhochschule des Mittelstandes ist es, die Qualität der Ausbildung und die Angebote für die Menschen der mittelhessischen Region weiter zu verbessern und ihnen heimatnah Qualifizierungschancen zu ermöglichen.

 

Würdigung

„Ich finde, dass gerade Sie, liebe Absolventinnen und Absolventen besondere Würdigung verdient haben!“ Dr. Ulla Carina Reitz, die Schulleiterin der WKS, hob die Bedeutung dieser Feierstunde und die herausragende Leistung der Studierenden hervor, die beim Erreichen ihres akademischen Abschlusses neben dem Studium teilweise auch noch Familie und Beruf unter einen Hut bringen mussten und dabei viel Energie, Einsatzbereitschaft, Tatkraft, Herzblut sowie Engagement eingebracht hätten. Umso höher sei diese Leistung zu bewerten. „Wir bringen akademische Bildung zu den Menschen und nicht die Menschen zur akademischen Bildung“, betonte die Oberstudiendirektorin. Für Dr. Ulla Carina Reitz war es ein zentraler Aspekt ihrer Rede, dass Bildung nicht an weit entfernten Orten stattfinden sollte, sondern heimatnah in der Region, denn nur so könnten auf Dauer hochqualifizierte Arbeitskräfte dem ländlichen Raum erhalten bleiben. „Die Wilhelm-Knapp-Schule versucht innovativ und kreativ und digital weiter tätig zu sein“, sagte die Schulleiterin und unterstrich: „Wir fördern als Berufsschule im ländlichen Raum mit unserem Angebot des lebenslangen Lernens und der Integration des Studienzentrums der FHM die Wissensregion in der Mitte Hessens und hoffen damit, auch der Region Limburg-Weilburg-Wetzlar Zukunft geben zu können.“ Ziel sei es, dass durch die Ansiedlung des Studienzentrums an der Schule die WKS unsere Region dahingehend unterstützt, Bildung und Wissen vor Ort zu verankern.

Besonderer Dank

Ein besonderer Dank von Dr. Ulla Carina Reitz galt der Fachhochschule des Mittelstandes in Bielefeld, deren anwesender Vertreter – Prof. Dr. Sascha Lord (Wissenschaftlicher Leiter der FHM am Standort Köln) – tatkräftig dazu beigetragen hätte, das Studienzentrum an der WKS einzurichten sowie ihrem Schulleitungskollegen, Studiendirektor Stefan Jeanneaux-Schlapp, der mit viel Bedacht und noch mehr Engagement das „Projekt“ „Bachelor of Arts“ an der WKS initiiert sowie etabliert habe und der heute als Koordinator zwischen der Schule und der FHM in Bielefeld fungiert. Ihr Dankeschön ging auch an alle Kolleginnen und Kollegen, die als Dozenten im Studienzentrum der WKS arbeiten und die jungen Akademiker unterrichtet hatten. „Der Erfolg dieses Studienzentrums lässt sich auf die qualitativ hochwertige Arbeit hier zurückführen!“, betonte Dr. Ulla Carina Reitz abschließend und zeigte sich erfreut darüber, dass sich im neuen Semester bereits wieder zahlreiche junge Menschen der hiesigen Region in den Studiengang immatrikuliert hätten. Ihr Dank galt schließlich auch Louis Müller, einem Schüler der Jahrgangsstufe 13 des beruflichen Gymnasiums der WKS, der mit Gitarre und Gesang dem feierlichen Programmrahmen musikalisch eine besondere Note verlieh.
Die herausragende Bedeutung der Verleihung des Bachelorgrades an der WKS wurde auch anhand der Gästeliste deutlich, die der Veranstaltung beiwohnten und von Dr. Ulla Carina Reitz begrüßt werden konnten. So zählten neben Weilburgs Bürgermeister Dr. Johannes Hanisch (CDU) auch der 1. Stadtrat, Hartmut Eisenträger (CDU) mit seiner Frau Margrit, die Hauptgeschäftsführerin der IHK Limburg, Monika Sommer, sowie Jutta Golinski, die Geschäftsbereichsleiterin der IHK Limburg für Aus- und Weiterbildung und Dr. André Hahn, der Leiter der VHS-Hauptstelle Weilburg der Kreisvolkshochschule Limburg-Weilburg, zu den Festteilnehmern.

Seitens der Fachhochschule des Mittelstandes in Bielefeld gratulierte der Kölner Prof. Dr. Sascha Lord den Studentinnen und Studenten zu ihrem erfolgreichen Abschluss. Am Anfang stünde man dem Studium wie einem riesigen Berg gegenüber, der überstiegen werden müsse. „Sie haben diesen Berg überwunden!“, wandte sich der Professor an die Absolventinnen und Absolventen. Nach all der Belastung durch Studium, Familie und Beruf sei nun der richtige Zeitpunkt zu feiern. Hinsichtlich des zunehmenden Fachkräftemangels betontonte Prof. Dr. Sascha Lord: „Sie haben mit Ihrem Bachelorabschluss genau den richtigen Schritt gemacht, da Sie nun als Fachkraft qualifiziert sind.“ Doch damit sei noch nicht das Endziel erreicht; „Bildung geht in der heutigen Zeit immer weiter!“, betonte der Wissenschaftler und forderte die frisch gebackenen „Bachelor of Arts“ dazu auf, wachsam, neugierig und aufmerksam zu bleiben und sich immer weiter zu qualifizieren. Der Professor unterstrich die hervorragende Betreuung und den sehr guten Unterricht durch die Lehrkräfte der Wilhelm-Knapp-Schule und lobte die Kooperation der FHM mit dem berufsbildenden Kompetenzzentrum.

Gemeinsam mit Schulleiterin Dr. Ulla Carina Reitz und Studiendirektor Stefan Jeanneaux-Schlapp verlieh Prof. Dr. Sascha Lord den Studentinnen und Studenten den „Bachelor of Arts“.
Als „Bachelor of Arts“ wurden Till Dietermann, Christian Eller, Lukas Faulhaber, Nico Fleissner, Sonja Giesendorf, Karlo Kĭs, Alex Kraus, Florian Kröner, Tobias Schmidt, Susanna Walk, Beniamino Zappia und Henrik Zey verabschiedet.

Schüler des beruflichen Gymnasiums der WKS erlebten Goethes „Faust“

Ekkehart Voigt führte „Der Tragödie erster Teil“ als Solotheater in der Schulaula auf

Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 12 und 13 des beruflichen Gymnasiums (BG) der Wilhelm-Knapp-Schule (WKS) Weilburg erlebten in der Schulaula des berufsbildenden Kompetenzzentrums eine Aufführung des Dramas „Faust – der Tragödie erster Teil“ von Johann Wolfgang von Goethe (28.08.1749 – 22.03.1832) als Ein-Mann-Inszenierung. Der Schauspieler Ekkehart Voigt verkörperte alle Figuren der wohl bekanntesten Tragödie des deutschen Dichters. Die Regie des Stückes lag in den Händen von Astrid Lämmlein.
Ausgestattet mit nur wenigen Requisiten betrat Ekkehart Voigt schwarzgekleidet die Bühne und stellte im Alleingang die einzelnen Handlungsfiguren – allen voran den Protagonisten Faust, den teuflischen Mephisto und das verführte Gretchen – des berühmten klassischen Dramas dar. Dies gelang dem Mimen allein durch Variationen in seiner Tonlage sowie Veränderungen der Körperhaltung, Mimik und Gestik, so dass den Zuschauern jederzeit deutlich wurde, welche Person gerade sprach oder agierte. Auch die Interaktion mit dem Publikum spielte bei der Darstellung eine zentrale Rolle. So unterbrach Ekkehart Voigt zwischenzeitlich sein Spiel und bezog immer wieder die Schülerinnen und Schüler ein; sei es, dass er Fragen zum Stück bzw. dem weiteren Inhalt an die Jugendlichen richtete, ihnen einzelne Handlungsschritte näher erläuterte oder sie beauftragte, die nächste Szene gestenreich anzukündigen. Dabei verließ der Schauspieler auch mehrmals die Bühne und begab sich mitten unter die Zuschauer.
Der teuflische Pakt zwischen Faust und Mephisto – mit all seinen dramatischen Auswirkungen – wurde den Schülerinnen und Schülern in kurzweiliger und unterhaltsamer Art und Weise dargeboten und dadurch auch verdeutlicht, dass das anspruchsvolle Goethestück durchaus voller Situationskomik steckt. Lang anhaltender Applaus war die Belohnung für die eindrucksvolle Inszenierung und das intensive Spiel von Ekkehart Voigt vom „Theater Als Ob“, das die Inszenierung auf die Bühne brachte.
Im Anschluss an die Aufführung stand der im Weinbacher Ortsteil Edelsberg beheimatete Akteur den Zuschauern in einer Diskussionsrunde als Ansprechpartner zur Verfügung, in der er Erläuterungen zu dem Drama bzw. der Inszenierung gab, ausführlich Fragen beantwortete und sich der Kritik des Publikums stellte.
Initiatorin der etwas anderen Deutschstunde war Lehrerin Dr. Astrid Eisbrenner, die an der WKS im Bereich des BG neben Deutsch auch das Fach „Darstellendes Spiel“ unterrichtet. Das Theaterstück passte perfekt in den Unterrichtsrahmen, da die Darstellung den Schülerinnen und Schülern einen besonderen Zugang zu dem anspruchsvollen Dramentext bot, dessen Behandlung in der Jahrgangsstufe 13 verbindlicher Bestandteil des Lehrplans der gymnasialen Oberstufe ist.

Fachschulstudierende dominierten das Schulfußballturnier der WKS

Fachschulstudierende dominierten das Schulfußballturnier der WKS

16 Teams spielten um den Fußball-Wanderpokal der Wilhelm-Knapp-Schule

 

„Jiggy Buggy“ heißt der neue Schulsieger des traditionellen Fußballturniers der Wilhelm-Knapp-Schule (WKS) Weilburg um den WKS-Wanderpokal. Seit Jahren ist es üblich, dass sich die Schulklassen der WKS bei diesem jährlichen Fußballturnier eigene Teamnamen geben. Hinter „Jiggy Buggy“ verbirgt sich die Fachschulklasse V 18 A. Die Fachschulstudierenden trafen im Finale des im Weilburger „Wilhelm-Schütz-Stadion“ ausgetragenen Wettbewerbs auf den „FC V 19 B“ – ebenfalls eine Klasse aus dem Fachschulbereich der WKS – und entschieden die bis zum Schlusspfiff packende Begegnung knapp mit 2:1 für sich. Eine Besonderheit dieses Finalduells war, dass Dorothea Brück die Klassenlehrerin beider Fachschulklassen ist und somit gleich doppelten Grund zur Freude hatte, da ihre Schüler die Plätze eine und zwei belegten.

Parallel zum Finale lief auf dem zweiten Spielfeld die Partie um Platz drei. Hier setzte sich die Mannschaft „Forest Fit“ – Berufsschüler die am Forstlichen Bildungszentrum in Weilburg in Kooperation mit der WKS zum Forstwirt ausgebildet werden – souverän mit 5:1 gegen den „FC Rohrbruch“, angehende Anlagenmechaniker des 2. Lehrjahres der Berufsschulklasse 11 XMA, durch.

Spannend verliefen zuvor jedoch auch bereits die zwei Halbfinalpaarungen, die beide 1:1 endeten, so dass die Entscheidung über den Finaleinzug jeweils im Neunmeterschießen fallen musste. Während der „FC V 19 B“ das erste Halbfinalspiel mit 6:4 gegen „Forest Fit“ für sich entschied, schaffte der spätere Turniersieger „Jiggy Buggy“ durch ein 6:5 über den „FC Rohrbruch“ den Einzug ins Endspiel.

Im Anschluss an das Finalspiel überreichte Turnierleiter Dr. Andreas Böttig den „Fußball-Wanderpokal“ der WKS an die Turniersieger und zeigte sich erfreut über die gute Resonanz bei allen Beteiligten und Zuschauern. Ein besonderer Dank galt den Schülerinnen und Schülern seines Sportkurses der Jahrgangsstufen 12/13 des beruflichen Gymnasiums, die das Fußballturnier in Kooperation mit den Sportlehrkräften der WKS mustergültig organisiert hätten und somit für einen reibungslosen Ablauf sorgten. Sein Dank galt aber auch den teilnehmenden Mannschaften für die fairen Spiele, so dass größere Verletzungen vermieden wurden und die Schiedsrichter Pascal Brühl, Noah Bursky, Helmut Löhn, Tim Regenstein, Simon Reitz und Leon Scherer nahezu keinerlei Probleme mit der Leitung der Partien hatten. Somit passte alles in den Rahmen des Turniers, das unter dem Motto „Fair geht vor!“ stand.

Nachdem Jürgen Kater im Namen der Schulleitung die Veranstaltung eröffnet hatte, wurde schnell klar, dass bei allem Siegeswillen das gemeinsame Sporttreiben und der Spaß am Fußballspiel im Vordergrund standen. Wie schon in den Vorjahren diente die Sportveranstaltung auch dazu, dass sich Schülerinnen und Schüler aus unterschiedlichen schulischen Bereichen, die ansonsten schulisch nur sehr wenig Kontakt miteinander haben, sportlich messen und näher kennenlernen konnten. So reichte die Bandbreite der teilnehmenden Teams von Gymnasiasten und Fachoberschülern, über Fachschüler, Berufsfachschüler sowie Jugendliche aus den berufsvorbereitenden Bildungsgängen BBGV und PuSch, bis hin zu Berufsschülern aus unterschiedlichen Handwerksbereichen, so dass ein breites Spektrum der an der WKS angesiedelten Schulformen vertreten war.

Unterstützung erhielten die Veranstalter von Seiten der SG Oberlahn und hier insbesondere von Norbert Abel, der ihnen Räumlichkeiten und Gerätschaften des Vereins zur Verfügung stellte.

 

Ergebnisse:

Gruppe A: Forest Fit (Forstwirte) – BBGV/PuSch (berufsvorbereitende Bildungsgänge) 2:0, FC Bauschaum (Anlagenmechaniker 12 XMA) – Real Barca II (Fachoberschule FOS 12 A) 0:5, Forest Fit – FC Bauschaum 4:0, BBGV/PuSch – Real Barca II 0:2, Real Barca II – Forest Fit 0:1 und BBGV/PuSch – FC Bauschaum 3:1.

Tabelle Gruppe A: 1. Forest Fit (Forstwirte) 9 Punkte, 7:0; 2. Real Barca II (Fachoberschule FOS 12 A) 6 Punkte, 7:1; 3. BBGV/PuSch (berufsvorbereitende Bildungsgänge) 3 Punkte, 3:5 und 4. FC Bauschaum (Anlagenmechaniker 12 XMA) 0 Punkte, 1:12 Tore.

Gruppe B: 1. FC Saufen statt laufen (Berufsfachschule BFS 10 W) – Schaut nach vorne H. Z. (Fachoberschule FOS 12 C) 0:1, Jiggy Buggy (Fachschule V 18 A) – Dicke Backe Attacke (Berufliches Gymnasium BG 12 A und BG 12 C) 4:0, 1. FC Saufen statt laufen – Jiggy Buggy 1:4, Dicke Backe Attacke – Schaut nach vorne H. Z. 0:7, 1. FC Saufen statt laufen – Dicke Backe Attacke 4:1 und Schaut nach vorne H. Z. – Jiggy Buggy 2:3.

Tabelle Gruppe B: 1. Jiggy Buggy (Fachschule V 18 A) 9 Punkte, 11:3 Tore; 2. Schaut nach vorne H. Z. (Fachoberschule FOS 12 C) 6 Punkte, 10:3 Tore; 3. 1. FC Saufen statt laufen (Berufsfachschule BFS 10 W) 3 Punkte, 5:6 Tore und 4. Dicke Backe Attacke (Berufliches Gymnasium BG 12 A und BG 12 C) 0 Punkte, 1:15 Tore.

Gruppe C: FC Bauernhof (Berufsfachschule BFS 11 W) – FC V 19 B (Fachschule V 19 B) 0:3, Der Trödeltrupp (Berufliches Gymnasium BG 11 A) – Die Grashörnchen (Berufliches Gymnasium BG 12 B) 3:0, FC Bauernhof – Der Trödeltrupp 0:0, Die Grashörnchen – FC V 19 B 0:8, FC Bauernhof – Die Grashörnchen 8:1 und Der Trödeltrupp – FC V 19 B 0:2.

Tabelle Gruppe C: 1. FC V 19 B (Fachschule V 19 B) 9 Punkte, 13:0 Tore; 2. FC Bauernhof (Berufsfachschule BFS 11 W) 4 Punkte, 8:4 Tore; 3. Der Trödeltrupp (Berufliches Gymnasium BG 11 A) 4 Punkte, 3:2 Tore und 4. Die Grashörnchen (Berufliches Gymnasium BG 12 B) 0 Punkte, 1:19 Tore.

Gruppe D: FC Saufhausen (Berufliches Gymnasium BG 11 B) – FC Rohrbruch (Anlagenmechaniker 11 XMA) 0:5, Tac Tac (Berufsfachschule BFS 10 M) – FOS 12 B (Fachoberschule) 1:7, FC Saufhausen – Tac Tac 0:2, FC Rohrbruch – FOS 12 B 4:2, FOS 12 B – FC Saufhausen 2:0 und Tac Tac – FC Rohrbruch 2:6.

Tabelle Gruppe D: 1. FC Rohrbruch (Anlagenmechaniker 11 XMA) 9 Punkte 15:4 Tore; 2. FOS 12 B (Fachoberschule) 6 Punkte, 11:5 Tore; 3. Tac Tac (Berufsfachschule BFS 10 M) 3 Punkte, 5:13 Tore und 4. FC Saufhausen (Berufliches Gymnasium BG 11 B) 0 Punkte, 0:9 Tore.

Viertelfinale: Forest Fit – Schaut nach vorne H. Z. 1:0, FC V 19 B – FOS 12 B 9:0, Real Barca II – Jiggy Buggy 2:3 und FC Bauernhof – FC Rohrbruch 1:5.

Halbfinale: Forest Fit – FC V 19 B 4:6 nach Neunmeterschießen (1:1) und Jiggy Buggy – FC Rohrbruch 6:5 nach Neunmeterschießen (1:1).

Spiel um Platz drei: Forest Fit – FC Rohrbruch 5:1 und Finale: FC V 19 B – Jiggy Buggy 1:2.