Schüler des beruflichen Gymnasiums der WKS erlebten Goethes „Faust“

Ekkehart Voigt führte „Der Tragödie erster Teil“ als Solotheater in der Schulaula auf

Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 12 und 13 des beruflichen Gymnasiums (BG) der Wilhelm-Knapp-Schule (WKS) Weilburg erlebten in der Schulaula des berufsbildenden Kompetenzzentrums eine Aufführung des Dramas „Faust – der Tragödie erster Teil“ von Johann Wolfgang von Goethe (28.08.1749 – 22.03.1832) als Ein-Mann-Inszenierung. Der Schauspieler Ekkehart Voigt verkörperte alle Figuren der wohl bekanntesten Tragödie des deutschen Dichters. Die Regie des Stückes lag in den Händen von Astrid Lämmlein.
Ausgestattet mit nur wenigen Requisiten betrat Ekkehart Voigt schwarzgekleidet die Bühne und stellte im Alleingang die einzelnen Handlungsfiguren – allen voran den Protagonisten Faust, den teuflischen Mephisto und das verführte Gretchen – des berühmten klassischen Dramas dar. Dies gelang dem Mimen allein durch Variationen in seiner Tonlage sowie Veränderungen der Körperhaltung, Mimik und Gestik, so dass den Zuschauern jederzeit deutlich wurde, welche Person gerade sprach oder agierte. Auch die Interaktion mit dem Publikum spielte bei der Darstellung eine zentrale Rolle. So unterbrach Ekkehart Voigt zwischenzeitlich sein Spiel und bezog immer wieder die Schülerinnen und Schüler ein; sei es, dass er Fragen zum Stück bzw. dem weiteren Inhalt an die Jugendlichen richtete, ihnen einzelne Handlungsschritte näher erläuterte oder sie beauftragte, die nächste Szene gestenreich anzukündigen. Dabei verließ der Schauspieler auch mehrmals die Bühne und begab sich mitten unter die Zuschauer.
Der teuflische Pakt zwischen Faust und Mephisto – mit all seinen dramatischen Auswirkungen – wurde den Schülerinnen und Schülern in kurzweiliger und unterhaltsamer Art und Weise dargeboten und dadurch auch verdeutlicht, dass das anspruchsvolle Goethestück durchaus voller Situationskomik steckt. Lang anhaltender Applaus war die Belohnung für die eindrucksvolle Inszenierung und das intensive Spiel von Ekkehart Voigt vom „Theater Als Ob“, das die Inszenierung auf die Bühne brachte.
Im Anschluss an die Aufführung stand der im Weinbacher Ortsteil Edelsberg beheimatete Akteur den Zuschauern in einer Diskussionsrunde als Ansprechpartner zur Verfügung, in der er Erläuterungen zu dem Drama bzw. der Inszenierung gab, ausführlich Fragen beantwortete und sich der Kritik des Publikums stellte.
Initiatorin der etwas anderen Deutschstunde war Lehrerin Dr. Astrid Eisbrenner, die an der WKS im Bereich des BG neben Deutsch auch das Fach „Darstellendes Spiel“ unterrichtet. Das Theaterstück passte perfekt in den Unterrichtsrahmen, da die Darstellung den Schülerinnen und Schülern einen besonderen Zugang zu dem anspruchsvollen Dramentext bot, dessen Behandlung in der Jahrgangsstufe 13 verbindlicher Bestandteil des Lehrplans der gymnasialen Oberstufe ist.

Fachschulstudierende dominierten das Schulfußballturnier der WKS

Fachschulstudierende dominierten das Schulfußballturnier der WKS

16 Teams spielten um den Fußball-Wanderpokal der Wilhelm-Knapp-Schule

 

„Jiggy Buggy“ heißt der neue Schulsieger des traditionellen Fußballturniers der Wilhelm-Knapp-Schule (WKS) Weilburg um den WKS-Wanderpokal. Seit Jahren ist es üblich, dass sich die Schulklassen der WKS bei diesem jährlichen Fußballturnier eigene Teamnamen geben. Hinter „Jiggy Buggy“ verbirgt sich die Fachschulklasse V 18 A. Die Fachschulstudierenden trafen im Finale des im Weilburger „Wilhelm-Schütz-Stadion“ ausgetragenen Wettbewerbs auf den „FC V 19 B“ – ebenfalls eine Klasse aus dem Fachschulbereich der WKS – und entschieden die bis zum Schlusspfiff packende Begegnung knapp mit 2:1 für sich. Eine Besonderheit dieses Finalduells war, dass Dorothea Brück die Klassenlehrerin beider Fachschulklassen ist und somit gleich doppelten Grund zur Freude hatte, da ihre Schüler die Plätze eine und zwei belegten.

Parallel zum Finale lief auf dem zweiten Spielfeld die Partie um Platz drei. Hier setzte sich die Mannschaft „Forest Fit“ – Berufsschüler die am Forstlichen Bildungszentrum in Weilburg in Kooperation mit der WKS zum Forstwirt ausgebildet werden – souverän mit 5:1 gegen den „FC Rohrbruch“, angehende Anlagenmechaniker des 2. Lehrjahres der Berufsschulklasse 11 XMA, durch.

Spannend verliefen zuvor jedoch auch bereits die zwei Halbfinalpaarungen, die beide 1:1 endeten, so dass die Entscheidung über den Finaleinzug jeweils im Neunmeterschießen fallen musste. Während der „FC V 19 B“ das erste Halbfinalspiel mit 6:4 gegen „Forest Fit“ für sich entschied, schaffte der spätere Turniersieger „Jiggy Buggy“ durch ein 6:5 über den „FC Rohrbruch“ den Einzug ins Endspiel.

Im Anschluss an das Finalspiel überreichte Turnierleiter Dr. Andreas Böttig den „Fußball-Wanderpokal“ der WKS an die Turniersieger und zeigte sich erfreut über die gute Resonanz bei allen Beteiligten und Zuschauern. Ein besonderer Dank galt den Schülerinnen und Schülern seines Sportkurses der Jahrgangsstufen 12/13 des beruflichen Gymnasiums, die das Fußballturnier in Kooperation mit den Sportlehrkräften der WKS mustergültig organisiert hätten und somit für einen reibungslosen Ablauf sorgten. Sein Dank galt aber auch den teilnehmenden Mannschaften für die fairen Spiele, so dass größere Verletzungen vermieden wurden und die Schiedsrichter Pascal Brühl, Noah Bursky, Helmut Löhn, Tim Regenstein, Simon Reitz und Leon Scherer nahezu keinerlei Probleme mit der Leitung der Partien hatten. Somit passte alles in den Rahmen des Turniers, das unter dem Motto „Fair geht vor!“ stand.

Nachdem Jürgen Kater im Namen der Schulleitung die Veranstaltung eröffnet hatte, wurde schnell klar, dass bei allem Siegeswillen das gemeinsame Sporttreiben und der Spaß am Fußballspiel im Vordergrund standen. Wie schon in den Vorjahren diente die Sportveranstaltung auch dazu, dass sich Schülerinnen und Schüler aus unterschiedlichen schulischen Bereichen, die ansonsten schulisch nur sehr wenig Kontakt miteinander haben, sportlich messen und näher kennenlernen konnten. So reichte die Bandbreite der teilnehmenden Teams von Gymnasiasten und Fachoberschülern, über Fachschüler, Berufsfachschüler sowie Jugendliche aus den berufsvorbereitenden Bildungsgängen BBGV und PuSch, bis hin zu Berufsschülern aus unterschiedlichen Handwerksbereichen, so dass ein breites Spektrum der an der WKS angesiedelten Schulformen vertreten war.

Unterstützung erhielten die Veranstalter von Seiten der SG Oberlahn und hier insbesondere von Norbert Abel, der ihnen Räumlichkeiten und Gerätschaften des Vereins zur Verfügung stellte.

 

Ergebnisse:

Gruppe A: Forest Fit (Forstwirte) – BBGV/PuSch (berufsvorbereitende Bildungsgänge) 2:0, FC Bauschaum (Anlagenmechaniker 12 XMA) – Real Barca II (Fachoberschule FOS 12 A) 0:5, Forest Fit – FC Bauschaum 4:0, BBGV/PuSch – Real Barca II 0:2, Real Barca II – Forest Fit 0:1 und BBGV/PuSch – FC Bauschaum 3:1.

Tabelle Gruppe A: 1. Forest Fit (Forstwirte) 9 Punkte, 7:0; 2. Real Barca II (Fachoberschule FOS 12 A) 6 Punkte, 7:1; 3. BBGV/PuSch (berufsvorbereitende Bildungsgänge) 3 Punkte, 3:5 und 4. FC Bauschaum (Anlagenmechaniker 12 XMA) 0 Punkte, 1:12 Tore.

Gruppe B: 1. FC Saufen statt laufen (Berufsfachschule BFS 10 W) – Schaut nach vorne H. Z. (Fachoberschule FOS 12 C) 0:1, Jiggy Buggy (Fachschule V 18 A) – Dicke Backe Attacke (Berufliches Gymnasium BG 12 A und BG 12 C) 4:0, 1. FC Saufen statt laufen – Jiggy Buggy 1:4, Dicke Backe Attacke – Schaut nach vorne H. Z. 0:7, 1. FC Saufen statt laufen – Dicke Backe Attacke 4:1 und Schaut nach vorne H. Z. – Jiggy Buggy 2:3.

Tabelle Gruppe B: 1. Jiggy Buggy (Fachschule V 18 A) 9 Punkte, 11:3 Tore; 2. Schaut nach vorne H. Z. (Fachoberschule FOS 12 C) 6 Punkte, 10:3 Tore; 3. 1. FC Saufen statt laufen (Berufsfachschule BFS 10 W) 3 Punkte, 5:6 Tore und 4. Dicke Backe Attacke (Berufliches Gymnasium BG 12 A und BG 12 C) 0 Punkte, 1:15 Tore.

Gruppe C: FC Bauernhof (Berufsfachschule BFS 11 W) – FC V 19 B (Fachschule V 19 B) 0:3, Der Trödeltrupp (Berufliches Gymnasium BG 11 A) – Die Grashörnchen (Berufliches Gymnasium BG 12 B) 3:0, FC Bauernhof – Der Trödeltrupp 0:0, Die Grashörnchen – FC V 19 B 0:8, FC Bauernhof – Die Grashörnchen 8:1 und Der Trödeltrupp – FC V 19 B 0:2.

Tabelle Gruppe C: 1. FC V 19 B (Fachschule V 19 B) 9 Punkte, 13:0 Tore; 2. FC Bauernhof (Berufsfachschule BFS 11 W) 4 Punkte, 8:4 Tore; 3. Der Trödeltrupp (Berufliches Gymnasium BG 11 A) 4 Punkte, 3:2 Tore und 4. Die Grashörnchen (Berufliches Gymnasium BG 12 B) 0 Punkte, 1:19 Tore.

Gruppe D: FC Saufhausen (Berufliches Gymnasium BG 11 B) – FC Rohrbruch (Anlagenmechaniker 11 XMA) 0:5, Tac Tac (Berufsfachschule BFS 10 M) – FOS 12 B (Fachoberschule) 1:7, FC Saufhausen – Tac Tac 0:2, FC Rohrbruch – FOS 12 B 4:2, FOS 12 B – FC Saufhausen 2:0 und Tac Tac – FC Rohrbruch 2:6.

Tabelle Gruppe D: 1. FC Rohrbruch (Anlagenmechaniker 11 XMA) 9 Punkte 15:4 Tore; 2. FOS 12 B (Fachoberschule) 6 Punkte, 11:5 Tore; 3. Tac Tac (Berufsfachschule BFS 10 M) 3 Punkte, 5:13 Tore und 4. FC Saufhausen (Berufliches Gymnasium BG 11 B) 0 Punkte, 0:9 Tore.

Viertelfinale: Forest Fit – Schaut nach vorne H. Z. 1:0, FC V 19 B – FOS 12 B 9:0, Real Barca II – Jiggy Buggy 2:3 und FC Bauernhof – FC Rohrbruch 1:5.

Halbfinale: Forest Fit – FC V 19 B 4:6 nach Neunmeterschießen (1:1) und Jiggy Buggy – FC Rohrbruch 6:5 nach Neunmeterschießen (1:1).

Spiel um Platz drei: Forest Fit – FC Rohrbruch 5:1 und Finale: FC V 19 B – Jiggy Buggy 1:2.

 

Einführungswoche

Team- und Methodentraining für die Schüler der Jahrgangsstufe 11 des „Beruflichen Gymnasiums“ der WKS

Die Einführungswoche war ein gelungener Einstieg in das neue Lernumfeld

Die neuen Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11 des „Beruflichen Gymnasiums“ der Wilhelm-Knapp-Schule Weilburg (WKS) begannen das Schuljahr 2019/2020 mit einer Einführungswoche, die neben Team- und Methodentraining auch eine Hinführung zu den gewählten beruflichen Schwerpunkten beinhaltete.

Dem erweiterten Lernbegriff Rechnung tragend, entwickelten und vertieften die Schülerinnen und Schüler ihre Kompetenzen in den Bereichen „Methodisch-strategisches Lernen“, „Sozial-kommunikatives Lernen“ und „Affektives Lernen“. Weiterlesen

IHK und Wilhelm-Knapp-Schule verabschiedeten Einzelhändler und Verkäufer

Canan Gürbey und Aria Borhani erreichten die Traumnote 1,0

IHK Limburg und WKS

Es ist inzwischen schon fast eine feste Tradition, dass die Industrie- und Handelskammer (IHK) Limburg in Kooperation mit der Wilhelm-Knapp-Schule (WKS) Weilburg die Kaufleute im Einzelhandel und die Verkäuferklassen in einer gemeinsamen Abschlussfeier verabschiedet. Bereits zum fünften Mal fand die feierliche Veranstaltung, bei der die IHK maßgeblich die Finanzierung übernommen hatte, in der großen Schulaula der WKS statt. Dabei erhielten die ehemaligen Auszubildenden nicht nur ihr Abschlusszeugnis der Berufsschule, sondern gleichzeitig auch das Kammerzeugnis überreicht. Weiterlesen

Super Stimmung beim Sport- und Spieletag der WKS Das halbe Dutzend ist voll!

Bereits zum sechsten Mal veranstalteten die Sportlehrkräfte der Wilhelm-Knapp-Schule (WKS) Weilburg unter der Federführung von Jürgen Kater und Dr. Heidrun Klapper einen Sport- und Spieletag. Bewegung, Spaß, Sport und Spiel sind die Kennzeichen dieses „etwas anderen Sportfestes“ an dem sich in diesem Jahr 18 Schülerteams beteiligten. Weiterlesen

30 junge Forstwirtinnen und Forstwirte schlossen ihre Ausbildung am FBZ ab

  Klaus  Keilich zum Ehrenforstwirt ernannt

Es war schon ein imposanter Anblick, als 30 „frischgebackene“ Forstwirtinnen und Forstwirte aus ganz Hessen im Beisein ihrer Angehörigen, Freunde, Ausbilder und Lehrer im gefüllten Festsaal des Hauses „Lärche“ am Forstlichen Bildungszentrum (FBZ) in Weilburg nach bestandener Prüfung ihre Urkunden und Abschlusszeugnisse erhielten. Weiterlesen

Feierliche Verabschiedung der „Staatlich geprüften Betriebswirte“ an der WKS

Traumnote 1,0 für Lisa Meusch und Jonas Weber

„Vorbei! Es ist geschafft! Nach zwei Jahren bzw. dreieinhalb Jahren geht Ihre Zeit an der WKS zu Ende, mit dem erhofften Abschluss!“ Mit diesen Worten eröffnete Studiendirektor Stefan Jeanneaux-Schlapp die Verabschiedungsfeier der „Staatlich geprüften Betriebswirte“ in der herrlich geschmückten Aula der Wilhelm-Knapp-Schule (WKS) Weilburg. Der Abteilungsleiter der Fachschule (FS) Wirtschaft zeigte sich hocherfreut über das Abschneiden der Absolventinnen und Absolventen, die nach zweijähriger Studienzeit im Vollzeitbereich bzw. nach dreieinhalb Jahren als Teilzeitstudierende die Prüfung zum Betriebswirt erfolgreich abgeschlossen haben.

STEP-Analyse

Stefan Jeanneaux-Schlapp lud die Absolventinnen und Absolventen im weiteren Verlauf seiner Ansprache zu einer letzten Unterrichtseinheit ein, indem er sie aufforderte, ihn bei einer strategischen STEP-Analyse zu begleiten. „Die Step-Analyse ist ein englisches Akronym für Political, Economic, Social, Technological, Law and Enviroment change”, erläuterte der Studiendirektor und sie sei „ein Modell der externen Umweltanalyse, also der Makroökonomie“.

In einem ersten Schritt blickte der Abteilungsleiter auf politische Risiken: „Wir leben in bewegten Zeiten. Nichts ist mehr selbstverständlich. Ein Blick auf die Welt, auf Europa, aber auch auf Deutschland lässt uns erahnen, dass wir gerade an einem Punkt ankommen, der bestimmt im Geschichtsunterricht unserer Ur-Enkel ein besonderes Augenmerk erfährt. Denn objektiv gesehen ging es uns noch nie so gut wie heute. Weltweit haben Hunger und Armut sich halbiert, in Europa haben wir nach der Finanzkrise und der Euro-Schulden-Krise gerade eine Phase erlebt, in der wirtschaftlich vieles gut gelaufen ist. Allein mit Blick auf Deutschland können wir feststellen: Wir haben noch nie so viele Menschen in Arbeit gehabt. Die durchschnittlichen Einkommen steigen. Die Jugendarbeitslosigkeit ist gering. Immer mehr junge Menschen erreichen immer bessere Bildungsabschlüsse.“

Beim zweiten Schritt stand die Betrachtung technologischer Risiken im Blickpunkt von Stefan Jeanneaux-Schlapp als fragte: „Was kostete es zu Beginn des 15. Jahrhunderts, ein Buch in einem Kloster von Hand abzuschreiben? Und was kostete es, wenige Jahrzehnte später die Luther-Bibel zu verbreiten? Und heute? Wir beobachten fast wöchentlich einen dramatischen Verfall der Kosten für Rechenleistung, Datenspeicherung, Datenübertragung. Das ist verbunden mit einer unglaublichen Leistungssteigerung: Experten erwarten, dass Computer bereits in zehn Jahren sechzigmal schneller sein werden als heute. Derzeit verdoppelt sich die Geschwindigkeit von Prozessorchips alle 18 Monate, die Übertragungsgeschwindigkeit optischer Glasfaserkabel, dank der Entwicklungen in der Photonik, sogar alle neun Monate. Das Resultat: Die Speicherung, Übertragung, und Auswertung gewaltiger Datenmengen ist mittlerweile möglich, leistungsfähige Computer-Netzwerke von ungeahnter Größe entstehen.“ In der Konsequenz verändere sich unser Alltag in faszinierender Geschwindigkeit. So sei im ersten Jahrzehnt des neuen Jahrtausends die Zahl der Menschen, die mit dem Internet verbunden sind, von 350 Millionen auf jetzt mehr als zwei Milliarden gestiegen. Die Zahl der Mobiltelefone stieg von 750 Millionen auf jetzt mehr als sechs Milliarden und 2025 wird die Mehrheit der Weltbevölkerung über Mobile Devices Zugang zum Internet haben. Der Einzelne wäre nicht länger nur Konsument, er wird Akteur und Informationsobjekt – mit unvorhersehbaren Folgen, warnte der Studiendirektor.

„Die Menschen fühlen, dass nichts so bleibt wie es ist“, leitete Stefan Jeanneaux-Schlapp seinen dritten Schritt (Social) ein. „Dabei erfährt es jeder Einzelne auf seine eigene Art und Weise. Und das macht es so schwierig, die eine Lösung zu finden, den einen Weg zu beschreiten, der den Menschen ihre Sicherheit zurückgibt. Gerade auch unsere Arbeitswelt ist mittlerweile sehr ausdifferenziert. Es gibt eine unendliche Vielzahl von Berufen. Häufig genug kann selbst ein Ehepartner nicht mehr genau erklären, was der andere Partner macht. Das ist eine Herausforderung auch für unser Bildungssystem. Denn wie bilden wir unsere jungen Menschen richtig aus, damit sie Fuß fassen können in der Arbeitswelt?“ Die nächsten Jahre seien davon geprägt, dass Aus- und Weiterbildung zu unserem Alltag selbstverständlich dazugehört. „Wir müssen junge (aber auch ältere) Menschen in die Lage versetzen, sich immer wieder neu orientieren zu können.“

In seinem vierten und letzten Schritt unter dem Stichwort „Economical“ stellte der Studiendirektor heraus, dass gerade in Zeiten des demographischen Wandels die Wirtschaft, auch im kaufmännischen Bereich, bereits jetzt auf der Suche nach qualifizierten Facharbeitern sei. Der Konkurrenzkampf um das immer knapper werdende Potential gut qualifizierter Arbeitskräfte werde immer härter. „Und zu diesem nachgefragten Potential zählen jetzt auch Sie, liebe Absolventinnen und Absolventen. Sie sind gesucht! Die Wirtschaft zählt auf Sie! Machen Sie mit Ihrem Abschluss etwas daraus“, gab Stefan Jeanneaux-Schlapp den frisch gebackenen „Staatlich geprüften Betriebswirten“ abschließend mit auf den Weg.

Schulleiterin

„Jedes Jahr sind die Abschlussreden sehr ähnlich, eine Begrüßung, ein lateinisches Zitat, ein Rückblick, ein Ausblick, die Gratulation und die Verabschiedung und natürlich viele wohlmeinende Ratschläge. Nach 20 Jahren Abschlussreden dachte ich, es wäre Zeit für etwas Neues, zumal die Anforderungen der Digitalisierung an uns Lehrer vermehrt herangetragen werden, also eine digitale Abschlussrede 4.0.“ Schulleiterin Dr. Ulla Carina Reitz begab sich in diesem Jahr auf den Weg die digitale Entwicklung nicht nur ins Zentrum einer Rede zu rücken, sondern sich bei ihrer Abschlussansprache der modernen Technik bewusst zu bedienen, indem sie diese in Form eine Präsentation hielt und mit unterschiedlichen Musikstücken unterlegte. Dabei verzichtete sie nicht darauf, die zentralen inhaltlichen Aspekte – wie eine Danksagung, lateinische Sinnsprüche, gut gemeinte Ratschläge, einen statistischen Überblick sowie einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung – die eine klassische Abschlussrede kennzeichnen, zu berücksichtigen. Jedoch präsentierte die Oberstudiendirektorin die einzelnen Punkte auf ironisch humorvolle Art, indem sie einem ernsthaften Aspekt einen nicht ganz so ernst gemeinten Gegenpart gegenüberstellte. Besonders hob Dr. Ulla Carina Reitz jedoch hervor, mit welcher Anstrengung die Absolventinnen und Absolventen fieberhaft auf diesen Abschlusstag hingearbeitet hätten und unterstrich: „Sie haben Ihren Abschluss in der Tasche. Damit öffnen sich wiederum neue Türen für Sie. Sie haben bewiesen, dass Sie dies besser als jeder andere verstanden haben und verstehen lebenslang zu lernen, sich immer weiter zu bilden. Sie leben bereits ein Lebenskonzept, welches die Volkswirtschaft von uns allen fordert, da wir angeblich alle uralt werden und durch eine lange Lebensarbeitszeit dies finanzieren sollen bzw. müssen. Sie alle, die heute Abend hier verabschiedet werden, haben durchgehalten und Ihren Abschluss redlich verdient.“

Im Anschluss an die Zeugnisübergabe zeichnete Abteilungsleiter Stefan Jeanneaux-Schlapp gemeinsam mit den drei Klassenlehrern jeweils die besten „Staatlich geprüften Betriebswirte“ jeder Klasse aus und auch für besonderes soziales Engagement gab es noch einen Preis. Mit der Traumnote 1,0 waren Lisa Meusch und Jonas Weber (beide aus der Vollzeitklasse V 17 A) nicht nur die besten Absolventen ihrer Klasse, sondern gleichzeitig auch Jahrgangsbeste. Beinahe ebenso gut schnitten Sabrina Kaschmieder, Julia Kugler und Ariane Schardt aus der Teilzeitklasse T 16 ab, deren Notenschnitt bei 1,1 lag. Elisa Meloni und Luisa-Marie Tica, die beide die Klasse V 17 A besuchten, erreichten ebenso einen Mittelwert von 1,2 wie Alexander Müller als Klassenbester der V 17 B und Nadine Schaffer (ebenfalls Klasse V 17 B) erreichte einen Schnitt von 1,9. Für besonderes soziales Engagement erhielt zudem Tatjana Weil, die Klassensprecherin und „Kümmerin“ (O-Ton der Klassenlehrerin Anke Greilich) der Teilzeitklasse T 16, eine Ehrung.

Studierendensprecher

„Endlich geschafft! Endlich sind wir Betriebswirte, dabei fühlt es sich gar nicht so an.“ Tatjana Weil, die im Namen der Teilzeitstudierenden den Lehrerinnen und Lehrern der Fachschule für Wirtschaft für die besondere Unterstützung auf dem Weg zum „Staatlich geprüften Betriebswirt“ dankte, konnte es noch gar nicht so richtig glauben. „Ich weiß theoretisch was ein Betriebswirt können muss, kann es praktisch aber noch gar nicht umsetzen. Also frage ich mich unweigerlich ‚Darf ich mich überhaupt Betriebswirtin nennen?‘ – Ja, darf ich und das ist ziemlich geil“, fuhr die Studierendenvertreterin fort und ergänzte: „Unabhängig davon welches Wissen und wieviel davon hier jeder heute Abend rausträgt, haben wir uns auf vielen Ebenen weiterentwickelt. Wir haben uns selbst bewiesen, dass wir belastbar sind, dass wir fleißig sind und dass wir bis an unsere Grenzen und stellenweise auch darüber hinaus gehen – sei es nur die Grenze der Müdigkeit. Wir haben tolle Menschen kennengelernt und Freundschaften geschlossen, die mit diesem Abschluss noch lange nicht enden werden. Jeder für sich hat sich ganz individuell weiterentwickelt, in den letzten dreieinhalb Jahren und durch die letzten dreieinhalb Jahre und wir alle können sehr stolz auf uns sein.“ Ihr besonderer Dank jedoch galt Klassenlehrerin Anke Greilich, die den Studierenden nicht nur als Ansprechpartnerin und Organisatorin zur Seite gestanden habe, sondern auch auf persönlicher Ebene. „Immer wieder hat sie die Gespräche mit uns gesucht und uns zu verstehen gegeben, dass sie überzeugt davon ist, dass wir das alles schaffen können und werden. Vor allem dann, wenn wir selbst an uns gezweifelt haben. Ganz besonders hat sie uns darin bestärkt, die Dinge zu ändern und an den Dingen zu arbeiten, die uns unglücklich machen, egal ob auf schulischer, beruflicher oder auf privater Ebene. Sie war in den letzten dreieinhalb Jahren außerordentlich für uns da und dafür sind wir ihr sehr dankbar“, betonte Tatjana Weil und überreichte Anke Greilich im Namen der Teilzeitklasse T16 ein Abschiedsgeschenk.

 

Im Namen der Vollzeitklassen bedankte sich Jonas Weber bei den Lehrerinnen und Lehrern für die Unterstützung auf dem Weg zum „Staatlich geprüften Betriebswirt“. „Wir haben unseren Abschluss erfolgreich gemeistert und dürfen uns nun ‚Staatlich geprüfte Betriebswirte‘ nennen. Ich möchte euch und uns hierzu ganz herzlich gratulieren! Es liegt eine Zeit hinter uns, die oft mit Entbehrungen und Strapazen verbunden war, eine Zeit, in der wir vor lauter Buchungssätzen, Kennzahlen und Paragraphen sicher mehr als einmal fast verzweifelt wären und uns gefragt haben, wofür wir das eigentlich tun, eine Zeit, in der – ich darf einen unserer Lehrer zitieren – ‚Manch einer es noch geschafft hat, in den Fingerhut voll mit Exkrementen auf einem Sportplatz zu treten‘. Doch es liegt auch eine Zeit hinter uns, in der wir zusammen gereist sind, gefeiert, gelacht und geweint haben, in der wir fürs Leben gelernt haben und in der aus Mitschülern Freunde wurden. Mit dem heutigen Abend werden sich unsere Wege zum größten Teil trennen. Manche werden den akademischen Weg weitergehen und den Bachelor-Abschluss anstreben oder anderweitig weiter studieren. Andere wollen die Karriereleiter erklimmen und im Job durchstarten. Unabhängig davon, welchem Weg ihr auch einschlagt, liegt eine Gesellschaft vor uns, die gleichermaßen unbegrenzte Chancen und Möglichkeiten bietet, als auch erschreckend schnelllebig, beängstigend und unbeständig sein kann.“ Der Mitgründer und langjährige CEO von Apple, Steve Jobs, habe im Jahr 2005 eine Rede an der Standford University gehalten und den damaligen Absolventen einen Wunsch mit auf den Weg gegeben, den auch Jonas Weber für sich und seine Mitstudierenden auf ihrem weiteren Weg sehr passend findet: „‚Stay hungry – stay foolish‘ – auf Deutsch übersetzt – ‚Bleibt hungrig, bleibt albern‘. Auch wenn wir mit der Weiterbildung zum Betriebswirt eine ganze Menge an „Handwerkszeug“ für unser berufliches Handeln erhalten haben, so haben wir bei Weitem noch nicht ausgelernt. Sicher haben viele -und da nehme ich mich nicht aus- nach den letzten Wochen der Prüfungsvorbereitung aktuell keine Lust mehr aufs Lernen. Dennoch ist es unumgänglich, immer wieder und immer weiter zu lernen und ‚hungrig‘ für Neues zu bleiben. Wir leben in einer Gesellschaft, die von einem stetigen Wandel geprägt ist und nur, wenn wir hungrig aufs Leben bleiben, schaffen wir es bei diesem Wandel den Anschluss nicht zu verpassen. Doch was hat all´ dies mit ‚albern sein‘ zu tun?! Es ist meines Erachtens recht einfach erklärt. Wer etwas erreichen und sich von der tristen Masse abheben will, der muss neue Wege gehen. Diese neuen Wege werden jedoch meist von vielen Kritikern und Widersachern belächelt und zum Scheitern verurteilt, sodass sich viele niemals trauen diese Wege zu begehen. Diejenigen jedoch, die so albern und verrückt sind und den Mut haben, ihren Visionen Taten folgen zu lassen, werden zwar unter Umständen scheitern, sie können aber auch diejenigen sein, die etwas erreichen und in Erinnerung bleiben werden. Also, lasst uns hungrig und albern bleiben – in jeglicher Hinsicht!“, betonte der Studierende abschließend. Ein besonderes Dankeschön erhielt Klassenlehrer Thomas Kramer, der „als charmant chaotischer Häuptling“ zu jeder Zeit den Studierenden zur Seite gestanden habe, und dem ein Präsentkorb überreicht wurde.

Passend zum festlichen Ambiente der Veranstaltung war der gelungene musikalische Auftritt von Louis Müller, einem Schüler der Jahrgangsstufe 12 des beruflichen Gymnasiums der WKS, der das Publikum mit Gitarre und Gesang begeisterte.

 

Ihre Urkunde als Staatlich geprüfte Betriebswirte erhielten:

Fachschule für Betriebswirtschaft in Teilzeitform FA T 16 (Klassenlehrerin: Anke Greilich): Jessica Auth (Solms – Oberbiel), Toni Beck (Limburg), Jasmin Feuerstein (Selters – Haintchen), Nico Fleißner (Weinbach – Edelsberg), Kathrin Gunnemann (Birlenbach), Philippe Hofmann (Waldsolms – Brandoberndorf), Denny Illion (Elz), Sabrina Kaschmieder (Bad Camberg – Erbach), Lydia Knapp (Schmitten), Laura Kopp (Hergenroth), Julia Kugler (Waldbrunn – Lahr), Markus Lochki (Weilburg), Emine Özaslan (Wiesbaden), Ariane Schardt (Waldbrunn – Lahr), Jan Schinzel (Weinbach), Elena Schneider (Runkel – Dehrn), Robin Steffen (Hadamar), Anastasia Titarenko (Weilburg – Ahausen), Dominik Weber (Weilburg), Tatjana Weil (Greifenstein – Beilstein) und Linda Winkler (Hambach).

Fachschule für Betriebswirtschaft in Vollzeitform FA V 17 A (Klassenlehrer: Thomas Kramer): Farhan Amin (Elz), Isabell Grünweller (Oberrod), Fabian Hebgen (Marienrachdorf), Tobias Löw (Bad Camberg – Würges), Elisa Meloni (Flacht), Lisa Meusch (Dornburg – Frickhofen), Florian Moos (Weilmünster – Aulenhausen), Rachel Müller (Salz), Manuela Perner (Weinbach), Serkan Saygin (Limburg a. d. Lahn), Patrick Schäfer (Hadamar -Steinbach), Stephanie Schmidt (Elsoff), Jannick Schneider (Merenberg – Barig-Selbenhausen), Jan Schuldheis (Ebertshausen), Darlene Schwieger (Marienrachdorf), Arnold Stoll (Elz), Luisa-Marie Tica (Brechen – Niederbrechen), Jonas Weber (Weinbach -Gräveneck), Patrick Wußler (Waldbrunn – Hausen) und Jerome Zey (Dornburg – Dorndorf).

Fachschule für Betriebswirtschaft in Vollzeitform FA V 17 B (Klassenlehrer: Thomas Magyar): Larissa Brand (Bad Camberg), Jenny Kreischer (Rennerod), Alexander Müller (Limburg a. d. Lahn), Fatlind Pajaziti (Bad Marienberg), Nadine Schaffer (Bad Camberg), Daniela Schmidt (Waldsolms – Hasselborn), Gurlal Singh (Höhn) und Thomas Wulff (Schöffengrund – Schwalbach).

 

Drei Jahre Ausbildung sind schon vorüber

An der Wilhelm-Knapp-Schule (WKS) Weilburg wurden 14 Verwaltungsfachangestellte die Abschlusszeugnisse überreicht, die damit ihre duale Ausbildung abschlossen, die sie vor drei Jahren am 1. August 2016 begonnen hatten.

Duales Ausbildungssystem

Das duale Ausbildungssystem beinhaltet außer der Arbeit in der Verwaltung auch den Besuch der Berufsschule. Diese findet für die angehenden Verwaltungsfachangestellten an der Wilhelm-Knapp-Schule und am Hessischen Verwaltungsschulverband in Wiesbaden statt. Nachdem die Auszubildenden im Februar 2018 eine hervorragende Zwischenprüfung absolvierten, bestanden sie in diesem Jahr erfolgreich die schriftliche und mündliche Abschlussprüfung. Damit ist nach drei Jahren anstrengender Ausbildungszeit nun ein Lebensabschnitt vorüber, der Erinnerungen an viele schöne Momente, aber auch an manche Herausforderungen beinhaltet.

Im Laufe der drei Jahre ihrer Ausbildung lernten die angehenden Verwaltungsfachangestellten in verschiedenen Verwaltungen die unterschiedlichsten Abteilungen kennen. Je nach Behörde wurden sie beispielsweise im Ordnungsamt, im Bauamt, im Bürgerbüro, in der Schulverwaltung oder in der Polizeiverwaltung eingesetzt. Sie lernten dabei unter anderem, die Bürgeranfragen und Bürgeranliegen gewissenhaft und kompetent zu bearbeiten und den Bürgern eine verlässliche Stütze zu bieten. Dabei konnten sie sich einen guten Überblick über den Arbeitsalltag und die verschiedenen Aufgaben im Verwaltungsbereich verschaffen. In dieser Zeit erkannten sie auch wie spannend, interessant und abwechslungsreich die klischeehaft eher monotone Arbeit in der Verwaltung sich heute darstellt.

Durch ihre Ausbildung zur oder zum Verwaltungsfachangestellten haben die 14 Auszubildenden sich einen soliden Grundbaustein für ihre weitere berufliche Zukunft erarbeitet.

Klassenlehrerin Marianne Diehl, die den erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen ihre Abschlussurkunden überreichte, freute sich über das überaus erfolgreiche Abschneiden des Jahrgangs. Ebenfalls zu den Gratulanten zählten Holger Schmidt, der stellvertretende Schulleiter der WKS, der die frisch gebackenen Verwaltungsfachangestellten auch selbst unterrichtete, und Pia Stöckl, die Ausbildungsleiterin der Kreisverwaltung des Landkreises Limburg-Weilburg.

Im Anschluss an die Zeugnisübergabe überreichte Marianne Diehl den drei Jahrgangsbesten noch ein Buchgeschenk als Anerkennung ihrer besonderen Leistungen: Elena Hambach und Elena Stolz schlossen ihre Ausbildung mit dem hervorragenden Ergebnis von 1,2 ab. Direkt dahinter folgt Alisea Dienst, deren Durchschnittsnote bei 1,3 liegt. Alle drei ausgezeichneten Verwaltungsfachangestellten absolvierten ihre Ausbildung bei der Stadt Limburg.

Klasse XW 12 Verwaltungsfachangestellte mit Angabe der Wohnorte und Arbeitgeber (Klassenlehrerin Marianne Diehl): Sebastian Berninger, Selters – Eisenbach (Gemeinde Selters/Taunus.), Sophie Margareta Catta, Elsoff (Kreisverwaltung Limburg-Weilburg), Alisea Dienst, Weilmünster (Stadt Limburg), Mariska Isabell Fehler, Runkel – Hofen (Stadt Runkel), Daniel Grams, Bad Camberg (Staatliches Schulamt Weilburg), Elena Hambach, Brechen – Niederbrechen (Stadt Limburg), Maximilian Hintschitz, Runkel (Stadt Runkel), Stephan Hüchtker, Laubach (Staatliches Schulamt Weilburg), Tatjana Kraus Limburg – Linter (Kreisverwaltung Limburg-Weilburg), Larissa Scheiwein, Villmar (Stadt Runkel), Chiara-Celine Schmitt, Leun – Biskirchen (Gemeinde Brechen), Franziska Schneider, Ehringshausen – Greifenthal (Staatliches Schulamt Weilburg), Elena Stolz, Aarbergen – Hausen über Aar (Stadt Limburg) und Daniel Alexander Wild, Dornburg – Langendernbach  (Gemeinde Dornburg).

 

55 Fachoberschüler erlangten an der Knapp-Schule die Fachhochschulreife

Marvin Geis mit einem Durchschnitt von 1,1 Jahrgangsbester

Absolventen

55 Absolventinnen und Absolventen der Fachoberschule (FOS), Fachrichtung Wirtschaft und Verwaltung, haben an der #Wilhelm-Knapp-Schule (#WKS) Weilburg die #Fachhochschulreife erlangt und damit die #Studierfähigkeit erworben. Die zu Recht stolzen Schülerinnen und Schüler wurden im Beisein ihrer Lehrkräfte, Eltern, Verwandten und Freunde feierlich verabschiedet. In der herrlich geschmückten Aula der WKS konnten sie die Abschlusszeugnisse aus den Händen ihrer Klassenleiter Doreen Große-Riedel, Aron Soßna und Hauke Alexander Zanner in Empfang nehmen.

Fachabiturprüfungen

„Ich freue mich über 55 bestandene Fachabiturprüfungen, ich schaue gerne in 55 stolze und erleichterte Gesichter.“ Doreen Große-Riedel, die nicht nur als Klassenlehrerin eine der drei Abschlusskassen unterrichtete, sondern auch in ihrer Funktion als Abteilungsleiterin insgesamt für die Fachoberschule verantwortlich ist, blickte voller Stolz auf das erfolgreiche Abschneiden der Schülerinnen und Schüler des diesjährigen Abschlussjahrgangs. Mit Recht dürften die jungen Menschen stolz auf ihren Erfolg sein, der ihnen die Möglichkeit bietet, an jeder deutschen Fachhochschule und einigen Universitäten zu studieren, ein duales Studium zu beginnen oder eine Berufsausbildung zu absolvieren. Im Vorfeld habe sie sich Gedanken gemacht, welches Thema sie ins Zentrum ihrer Ansprache rückten sollte, berichtete Doreen Große-Riedel. Zum Glück sei ihr der Wissensdurst ihrer kleinen Tochter zu Hilfe geeilt, der ein unerschöpflicher Quell der Inspiration sei, denn diese wollte beispielsweise wissen, was ein Abschluss ist, warum die Schülerinnen und Schüler ein Zeugnis bekommen oder warum sie mit einer Feier verabschiedet werden. Auf diesen Aspekt ging die Abteilungsleiterin in ihrer Ansprache besonders ein. Menschen seien im Grunde „Klammeraffen“, die sich in ihrem gewohnten Umfeld sicher und geborgen fühlen, erläuterte die Studiendirektorin und ergänzte, dass das „Loslassen“ psychologisch gesehen unserer Natur widersprechen würde. „Daher rühren auch solche Rituale wie Abschiedsfeiern vor einer langen Reise oder die Kneipentour bei einem Jungesellinnen Abschied. So versichern wir uns der Unterstützung unserer Familien oder Freunde. So zelebrieren wir auch heute Nachmittag so ein Ritual – ein freiwillig gewählter Abschied, herbei gesehnt und bei dem einen oder anderen auch bis zuletzt gezittert. Wir feiern euer Fachabitur. Mit gutem Gewissen überreichen wir euch eure Zeugnisse, entlassen euch in die Welt und versichern euch auch danach unserer Unterstützung, wenn ihr sie benötigt.“ Hermann Hesse habe wohl recht, wenn er den Zauber heraufbeschwört, der jedem Anfang innewohnt, der natürlich auch immer ein Ende in sich birgt, fügte Doreen Große-Riedel ergänzend an. Abschließend bedankte sich die Abteilungsleiterin bei ihren Klassenlehrerkollegen Aron Soßna und Hauke Alexander Zanner sowie bei allen in der FOS unterrichtenden Lehrkräften. Ein besonderer Dank galt Jürgen Kater, der ihr als Koordinator der Fachoberschule in diesem stressigen Jahr vielfach den Rücken frei gehalten habe.

Digitalpakt

In Zeiten des Digitalpakts und einer immer schneller voranschreitenden Technologie präsentierte Schulleiterin Dr. Ulla Carina in diesem Jahr eine digitale „Multimedia-Abschlussrede 4.0“. Begrüßung, Anlassbeschreibung, ein lateinischer Sinnspruch, Gratulation, die Jahrgangsstatistik, die gesellschaftliche Perspektive, eine Würdigung des Engagements der Absolventinnen und Absolventen, ein Ausblick auf die Zukunft sowie ein abschließender Gruß – alles, was eine würdige Abschlussrede auszeichnet, war in der Ansprache enthalten und wurde Punkt für Punkt aufgegriffen, jedoch die Präsentation erfolgte in einer besonderen Form. Mit Unterstützung eines Beamers und unterlegten Musikeinspielungen sprach die Oberstudiendirektorin die einzelnen Themenschwerpunkte an und visualisierte sie. „In der Schule geht es um mehr als nur Lehrpläne. Mit Eurem Engagement in vielen anderen Bereichen habt Ihr bewiesen, dass Ihr Euch zu ernst zu nehmenden Persönlichkeiten entwickelt habt“, hob Dr. Ulla Carina Reitz dabei hervor und ergänzte: „Für Euch beginnt nun der Ernst des Lebens, bald werdet Ihr Verantwortung in der Gesellschaft übernehmen. Doch keine Bange: Ich sehe Euch dafür bestens gerüstet und freue mich darauf, Euch in einem anderen Kontext wieder über den Weg zu laufen.“

Zeugnisse

Nach Ausgabe der Abschlusszeugnisse zeichneten Abteilungsleiterin Doreen Große-Riedel und die Klassenlehrer noch die Klassenbesten bzw. die vier Schülerinnen und Schüler mit Buchgeschenken aus, die beim Notendurchschnitt eine Eins vor dem Komma erreicht haben. Mit dem sagenhaften Schnitt von 1,1 war Marvin Geis nicht nur erfolgreichster Schüler der Klasse FOS 12 C, sondern gleichzeitig auch Jahrgangsbester. Fast ebenso gut ist seine Klassenkameradin Lisa-Marie Sgorzelski (FOS 12 C), deren Notendurchschnitt bei 1,2 liegt und die die beste Wirtschaftslehreleistung erbrachte. Erfolgreichste Schülerin der Klasse FOS 12 A war Lina Marie Drommershausen mit einem Mittelwert von 1,5 und Franziska Schneider erreichte als beste Schülerin der Klasse FOS 12 B einen Notenschnitt von 1,7. Eine Sonderauszeichnung für soziales Engagement erhielt Ida Lütticke, die bei der DLRG Wolfenhausen aktiv ist.

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von Louis Müller (Gitarre und Gesang), einem Schüler der Jahrgangsstufe 12 des beruflichen Gymnasiums, der zusammen mit WKS-Lehrer Patrik Schneider (Gitarre) ein Duo bildete.

 

Liste der erfolgreichen Fachabiturienten 2019

Klasse FOS 12 A Fachrichtung Wirtschaft (Klassenlehrerin Doreen Große-Riedel): Roula Blitschen (Weilburg-Ahausen), Marina Celic (Weilmünster-Dietenhausen), Lina Marie Drommershausen (Mengerskirchen-Waldernbach), David Dukelski (Villmar-Seelbach), Nicolas Fritsche (Grävenwiesbach), Justin Kainz (Weilmünster), Julius Keiner (Weilburg-Ahausen), Chantal Keller (Weilburg-Drommershausen), Angelika Klaus (Weilburg), Ida Lütticke (Weilmünster-Wolfenhausen), Sara Mika (Merenberg), Okan Özdemir (Weilmünster), Michelle Raubach (Braunfels), Mascha Schmidt (Weilburg-Hirschhausen), Laura Spies (Weilburg-Kirschhofen), Sven Störk (Leun-Biskirchen) und Svenja Wolf (Mengerskirchen-Winkels).

Klasse FOS 12 B Fachrichtung Wirtschaft (Klassenlehrer Aron Soßna): Hatun Bayram (Löhnberg), Luisa Dick (Weilmünster-Wolfenhausen), Natalie Dobbert (Weilmünster), Tina Dubs (Solms-Oberndorf), Bianca Victoria Eggerstedt (Weilmünster-Möttau), Samuel Elias Folberth (Merenberg-Barig-Selbenhausen), Christopher Peter Gran (Löhnberg-Niedershausen), Mara Sophie Haase (Weilrod-Winden), Lea Hlapovic (Weilburg), Merve Karakaya (Weinbach), Sabrina Kindler (Weilmünster), Robert Schiller (Weilburg), Sabrina Schiller (Weilburg), Franziska Schneider (Runkel-Eschenau), Corinna Störk (Leun-Biskirchen), Shari Yonca Yilmaz (Weilburg-Kubach) und Norman Zimmermann (Mengerskirchen).

Klasse FOS 12 C Fachrichtung Wirtschaft (Klassenlehrer Hauke Alexander Zanner): Mearig Amaha (Weilburg), Adriana Czerwionka (Weilburg-Gaudernbach), Gustavo Dias Carvalho (Löhnberg), Jonas Noah Föhner (Mengerskirchen-Probbach), Nina Gath (Weilburg), Marvin Geis (Beselich-Obertiefenbach), Nina Hagenbach (Weilburg), Tony Otschipka (Weilburg), Pierre Pauly (Weilburg-Odersbach), Daniel Peter (Greifenstein-Allendorf), Nathalie Radojevic (Weilburg), Leon Seitz (Mengerskirchen), Lisa-Marie Sgorzelski (Weilburg-Gaudernbach), Steven Todorov (Weilburg) und Simon Tobias Wieczorek (Braunfels).

 

Feierliche Verabschiedung von Schülern der Höheren Handelsschule, der Berufsfachschule und der berufsvorbereitenden Bildungsgänge an der WKS

Klassenbeste von den Klassenlehrern mit Büchern geehrt

Nach zweijähriger Berufsfachschulzeit (BFS) oder einem Jahr in der Höheren Handelsschule (HH) sowie den berufsvorbereitenden Bildungsgängen BBGV (Berufliche Bildungsgänge Vorbereitung) und PuSch B (Praxis und Schule) wurden die Schülerinnen und Schüler dieser Schulformen in einer feierlichen Zeremonie an der Wilhelm-Knapp-Schule (WKS) Weilburg gemeinsam verabschiedet. Weiterlesen