Backen verbindet: InteA-Schüler lernen Sprache und Alltag

Weilburg. Praxisnah lernen, Sprache anwenden und dabei etwas fürs Leben mitnehmen – das stand im Mittelpunkt eines besonderen Unterrichtsprojekts an der Wilhelm-Knapp-Schule in Weilburg.

Services

Ecommerce

Category

INTEA,

Pilotprojekt bringt Landfrauen-Angebot erstmals in InteA-Klasse

Weilburg. Praxisnah lernen, Sprache anwenden und dabei etwas fürs Leben mitnehmen – das stand im Mittelpunkt eines besonderen Unterrichtsprojekts an der Wilhelm-Knapp-Schule in Weilburg.

Wer neu in Deutschland ist, eine andere Sprache spricht und dennoch möglichst schnell in Ausbildung oder Beruf Fuß fassen soll, braucht mehr als nur Vokabeln aus dem Lehrbuch. Genau hier setzt InteA – Integration durch Anschluss und Abschluss an. Das Bildungsangebot an beruflichen Schulen verbindet intensiven Spracherwerb mit lebensnahen Lerninhalten und eröffnet Perspektiven für Ausbildung und weitere Bildungswege. Dies zu fördern und zu ermöglichen, dafür steht auch die Wilhelm-Knapp-Schule in Weilburg.

Kooperationspartner des Projekts war der Landfrauenverband Hessen. Die Landfrauen stehen heute für weit mehr als ein traditionelles Bild von Haus- und Landwirtschaft: Als moderner Bildungs- und Frauenverband engagieren sie sich in ganz unterschiedlichen Berufsfeldern und bringen ihr Wissen aktiv in Schulen ein. Mit dem Programm „Werkstatt Ernährung“ vermitteln sie Kenntnisse zu regionalen Produkten, nachhaltiger Ernährung und bewusstem Konsum, das bislang vor allem für jüngere Jahrgänge als Kinderkochkurs konzipiert ist.

Dass dieses Angebot nun erstmals auch jungen Erwachsenen offenstand, war das Ergebnis einer gemeinsamen Initiative: Klassenlehrerin Sandra Baumann-Hey entwickelte zusammen mit der Landfrauen-Multiplikatorin Pia Keßler die Idee, das bewährte Konzept als Pilotprojekt umzusetzen. Unterstützt von der zweiten Klassenlehrerin Nina Sames konnte es in den Unterricht integriert und an die Bedürfnisse der InteA-Lerngruppe angepasst werden.

Im Verlauf der vier Wochen sprach Pia Keßler mit den Schülerinnen und Schülern über gesunde Zutaten, deren Herkunft und nachhaltige Ernährung. Besonders anschaulich wurde es bei einer Brotverkostung im Klassenraum, bei der drei verschiedene Sauerteigbrote mit allen Sinnen geprüft wurden. Für das überzeugendste Brot gab es symbolisch drei Kochmützen.

Neben der Ernährungsbildung stand auch die Sprachförderung im Fokus. Neue Begriffe wurden durch eigenes Tun erlernt, so auch beim gemeinsamen Backen in der Lehrküche am Ende des Unterrichtsprojekts. Das typisch deutsche Komposita-Wort „Handrührgerät“ sorgte dabei für einen Aha-Moment.

Höhepunkt des Projekts war der Backtag. Trotz schlechten Wetters standen die Schülerinnen und Schüler pünktlich um 7:45 Uhr vor der Küche. In Teamarbeit entstanden zahlreiche Vollkorn-Schokomuffins mit Kokosblütenzucker. Kleine sprachliche Missverständnisse, etwa bei der Abkürzung „TL“ für Teelöffel, sorgten für Heiterkeit, als statt dieser vier Päckchen Backpulver in einer Teigmischung landeten. Beim gemeinsamen Essen erklärte Pia Keßler auf die Frage eines ukrainischen Schülers, wie es gekommen sei, dass sie sich so für gesunde Ernährung interessiert habe, dass es ihr wichtig sei, regionale Produkte bewusst zu nutzen und zu zeigen, wie viel Gutes es dort gebe, wo man lebe. Dies sei ein Selbstverständnis, das die Landfrauen bis heute präge, auch wenn die Landfrauen inzwischen eben nicht mehr ausschließlich die Arbeit auf dem Land, sondern auch das moderne Berufsleben ausmache. Gerade im gemeinsamen Arbeiten, im Austausch und im respektvollen Miteinander zeigte sich auch der Wert des Projekts im Sinne der Demokratieförderung: Verantwortung übernehmen, Absprachen treffen und gemeinsam Lösungen finden wurden ganz selbstverständlich Teil des Unterrichts.

Zum Abschluss waren sich alle einig: Das Pilotprojekt hat Wissen vermittelt, Sprache gefördert und Gemeinschaft gestärkt. Eine Fortsetzung ist bereits im Gespräch und der Wunsch der Klasse steht fest: Beim nächsten Mal wird Pizza gebacken.

Leitbild

Miteinander und voneinander lernen!

Die Schulgemeinde (Lehrer, Schüler und Eltern – in Kooperation mit den Bildungspartnern unserer Schule) übernimmt Verantwortung für ein gutes Schul- und Arbeitsklima

Wilhelm-Knapp-Schule

Leitbild

Miteinander und voneinander lernen!

Die Schulgemeinde (Lehrer, Schüler und Eltern – in Kooperation mit den Bildungspartnern unserer Schule) übernimmt Verantwortung für ein gutes Schul- und Arbeitsklima

Wilhelm-Knapp-Schule

Leitbild

Miteinander und voneinander lernen!

Die Schulgemeinde (Lehrer, Schüler und Eltern – in Kooperation mit den Bildungspartnern unserer Schule) übernimmt Verantwortung für ein gutes Schul- und Arbeitsklima

Wilhelm-Knapp-Schule

Leitbild

Miteinander und voneinander lernen!

Die Schulgemeinde (Lehrer, Schüler und Eltern – in Kooperation mit den Bildungspartnern unserer Schule) übernimmt Verantwortung für ein gutes Schul- und Arbeitsklima

Wilhelm-Knapp-Schule