Die Landtagsabgeordnete Katrin Schleenbecker informierte sich an der WKS über das „Umweltgymnasium“ und ein Zweiradprojekt der Berufsfachschule

BG Umwelt

Katrin Schleenbecker (Bündnis 90 / Die Grünen), die seit Januar 2019 Mitglied der Grünen Fraktion im Hessischen Landtag ist, besuchte in Begleitung von Kevy Erlach, der Leiterin des Regionalbüros Limburg/Weilburg von Bündnis 90 / Die Grünen, und von Praktikantin Jessica Rahn die Wilhelm-Knapp-Schule (WKS) in Weilburg, um sich über die Entwicklung der Fachrichtung „Umwelt“ des Beruflichen Gymnasiums (BG) sowie über das Schülerprojekt „Fahrradreparaturstationder Berufsfachschule (BFS) zu informieren.

Gemeinsam mit Schulleiterin Dr. Ulla Carina Reitz nahmen die drei Besucherinnen an einer Unterrichtsstunde des Leistungskurses „Umwelt“ der Jahrgangsstufe 13 teil. Die angehenden Abiturientinnen und Abiturienten präsentierten mit ihrem Tutor Andreas Bader der Landtagsabgeordneten und ihren beiden Begleiterinnen Elemente und Ergebnisse ihres Unterrichts. Dieser besteht zum einen aus praxisnaher Projekt- und Forschungsarbeit, wobei auch immer wieder Exkursionen auf dem Programm stehen, andererseits aber auch aus Wissenschaftsorientierung durch die enge Kooperation mit der Technischen Hochschule Mittelhessen. Angeregt diskutierten die Schülerinnen und Schüler im Anschluss an ihre Präsentation mit der Politikerin über ihren Unterrichtsschwerpunkt sowie umweltspezifische Themen. Auch Andreas Bader, der das BG Umwelt auf Hessenebene entwickelte, gab Katrin Schleenbecker, Kevy Erlach und Jessica Spahn vertiefende Informationen über die Inhalte und Unterrichtsziele des Beruflichen Gymnasiums der Fachrichtung „Umwelt“ an der WKS.

Großes Interesse bekundete Katrin Schleenbecker auch an dem Projekt „Fahrradreparaturstation“ des Berufsfachschulzweiges der Wilhelm-Knapp-Schule. In einem klassen- und fächerübergreifenden Schulprojekt haben Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschulklassen BFS 11 M (Schwerpunkt Mechatronik) und BFS 11 W (Schwerpunkt Wirtschaft und Verwaltung) in Kooperation mit der „IW (Institut für Wirtschaft) JUNIOR gGmbH“ in Köln die Schülerfirma „Quick fix“ gegründet und eine Fahrradreparaturstation für Schnellreparaturen entwickelt, die die Jugendlichen nun vertreiben. Ziel ist es, diese Stationen entlang des Radweges an der Lahn zu platzieren. Die Stadt Weilburg unterstützt dieSchülerfirma als Wirtschaftspate und hat bereits Interesse an der Reparaturstation bekundet.

Radfahrer haben an dieser Station, die fest im Boden verankert wird, die Möglichkeit leichte Arbeiten, wie Schlauchreparaturen, auszuführen. Die notwendigen Werkzeuge und eine Luftpumpe sind diebstahlsicher für jegliche Art der Reparatur vorhanden. Für eine sichere Aufhängung des Rades verfügt der Ständer über eine Montagehalterung, an der das Fahrrad befestigt werden kann. Die Grundausstattung der Station kann mit Zusatzmodulen, wie einer Elektro-Ladestation oder einem Schlauchautomaten, erweitert werden.

Gemeinsam mit den Projektleitern Pascal Brühl und Martin Schäfer präsentierten die Berufsfachschüler Katrin Schleenbecker und ihren Begleiterinnen den Prototyp dieser Fahrradreparaturstation, zeigten deren Ausstattung und demonstrierten die Einsatzmöglichkeiten des Gerätes.

Durch die Teilnahme der Jugendlichen am JUNIOR Schülerfirmen Programm erhalten Schülerinnen und Schüler Berufsorientierung und ihnen wird Wirtschaftswissen praxisnah und anschaulich vermittelt, sehen die beiden betreuenden Lehrkräfte eine große Chance dieses Projektes, das eine sinnvolle und spannende Ergänzung zum Lehrplan darstelle.

Gefördert wird das Projekt vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung aus Mitteln der Europäischen Union – Europäischer Sozialfonds und der Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit.

Katrin Schleenbecker zeigte sich beeindruckt von der Leistung und dem Engagement der Schülerinnen und Schüler, die – insbesondere in Zeiten des Klimawandels und eines zunehmenden Umweltbewusstseins, in dessen Rahmen das Fahrrad als Fortbewegungsmittel immer mehr an Bedeutung gewinnt – durch die Entwicklung der Reparaturstation einen sinnvollen und zukunftsträchtigen Beitrag für die Umwelt leisten.