Welche Strafe ist gerecht?

Schüler des beruflichen Gymnasiums der WKS setzen sich in einem Ethikprojekt mit Straftaten und deren Folgen für die Täter auseinander

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Berufliches Gymnasium, Ethik

Schüler des beruflichen Gymnasiums der WKS setzen sich in einem Ethikprojekt mit Straftaten und deren Folgen für die Täter auseinander

 Welche Strafe ist nach einer Tat angemessen und gerecht? Sollen alle Täter für ein vergleichbares Vergehen auch die gleiche Strafe erhalten? Wie lassen sich Straftaten verhindern und wie kann vermieden werden, dass verurteilte Straftäter rückfällig werden? – Dies sind nur einige Fragen, mit denen sich die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 13 des beruflichen Gymnasiums (BG) an der Wilhelm-Knapp-Schule (WKS) Weilburg im Rahmen des Ethikprojekts „Strafen“ auseinandergesetzt haben.

Dabei versetzten sich die angehenden Abiturientinnen und Abiturienten in die Rollen von Heiko Kriewald, der als Richter am Amtsgericht Gießen tätig ist, und von Bewährungshelferin Sandra Gilbert vom Landgericht Gießen, die den Schülerinnen und Schülern reale Fälle aus ihrem Berufsalltag mitbrachten.

Das Projekt „Strafen“, das von Ethiklehrerin Anna Weis für die Jahrgangsstufe 13 der WKS initiiert wurde, knüpfte inhaltlich unmittelbar an die Themenschwerpunkte des Ethikunterricht an, ist aber für alle gesellschaftswissenschaftlichen Fächer von Bedeutung. Unterstützung erhielt Projektleiterin Anna Weis durch ihren Kollegen Aron Soßna, der mit seinem Religionskurs des BG 13 ebenfalls an der Veranstaltung mitwirkte.

Heiko Kriewald und Sandra Gilbert führten die jungen Erwachsenen zunächst in das Strafrecht und Straftatbestände in Deutschland ein und sammelten gemeinsam mit ihnen Gründe für und Ziele von Strafen. Anhand echter Fallbeispiele aus dem Berufsalltag der beiden Referenten versuchten die Schülerinnen und Schüler anschließend in Kleingruppen „gerechte Strafen“ für unterschiedliche Tatbestände zu finden und diese zu begründen. Sie erörterten, ob es einen Unterschied macht, wenn Cola-Dosen aus Geldmangel, wegen einer TikTok-Challenge oder aus aktivistischen Gründen gestohlen werden.

Anhand eines Falls machte Kriewald deutlich, dass man als Richter oft auch nur einen Teil der Tatumstände kennt und letztendlich unterschiedliche Faktoren in die Strafzumessung einfließen, zum Beispiel, welche Folgen eine Tat nach sich gezogen hat oder wie die Täter vor Gericht über ihre Tat und ihre Opfer sprechen.

Im zweiten Teil der Veranstaltung wurde zunächst ergründet, welche äußeren und inneren Faktoren dazu führen können, dass Menschen straffällig werden. Indem Bewährungshelferin Sandra Gilbert einen Einblick in die Lebensumstände eines Klienten gab, erkannten die Schülerinnen und Schüler, dass Menschen, die eine Straftat begehen, zwar in diesem Moment falsch handeln, aber nicht zwangsläufig „böse“ sind. Im Anschluss schlüpften die Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer in die Rolle der Bewährungshilfe. Gemeinsam schauten sie auf vorhandene Ressourcen und positive Umstände im Leben des Klienten und entwickelten mögliche Anknüpfungspunkte für Bewährungsmaßnahmen, um in diesem konkreten Fall eine erneute Straftat möglichst zu verhindern.

Sandra Gilbert gelang es, die Schülerinnen und Schüler dafür zu sensibilisieren, dass selbst bei vermeintlich schlechten Prognosen Hoffnung für eine Wiedereingliederung in die Gesellschaft besteht und dass es sich lohnt, sich dafür einzusetzen. Den Abschluss des Tages bildete ein Videotelefonat mit einem ehemaligen Gefangenen der JVA-Butzbach. Er stand den Abiturientinnen und Abiturienten bei ihren Fragen, die vor allem den Alltag im Gefängnis betrafen, Rede und Antwort und berichtete, dass ihm schon während der Haft die Fokussierung auf sich selbst und seine eigenen Ziele im Leben geholfen haben, wieder Fuß zu fassen.

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