„Tag der Organspende“ an der Wilhelm-Knapp-Schule in Weilburg

„Organspende geht uns alle an. Jeder von uns kann plötzlich durch eine schwere Krankheit oder einen Unfall auf ein neues Organ angewiesen sein.“

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Gesundheit Fachbereich

„Organspende geht uns alle an. Jeder von uns kann plötzlich durch eine schwere Krankheit oder einen Unfall auf ein neues Organ angewiesen sein.“ Diese Tatsache stand im Mittelpunkt eines Projekttages zum Thema Organspende an der Wilhelm-Knapp-Schule (WKS) Weilburg, der in Kooperation mit der Pflegefachschule Weilburg stattfand, und an dem Schülerinnen und Schüler beider Schulen mit ihren Lehrkräften teilnahmen. Organisatoren dieser Veranstaltung waren Monika Kröck, Lehrerin des Fachbereichs Gesundheit der WKS, der stellvertretende Schulleiter der Weilburger Pflegefachschule Elmar Frink, der ebenfalls an der Wilhelm-Knapp-Schule unterrichtet, sowie Georg Wiese, der Leiter des Schulsanitätsdienstes des beruflichen Bildungszentrums.

Ruth Lindner, Fachärztin für Anästhesiologie und eine der zehn Koordinatorinnen der Region Mitte der „Deutschen Stiftung für Organspende“ (DSO), informierte nicht nur über ihre Aufgaben als Koordinatorin, sondern stellte auch den sogenannten „irreversiblen Hirnfunktionsausfall“ – umgangssprachlich als „Hirntod“ bezeichnet – und dessen Diagnose sowie den Ablauf einer Transplantation vor. Weiterhin berichtete sie über die Situation von Organempfängern und Angehörigen von Spendern. „Alle acht Stunden stirbt ein Mensch auf der Warteliste, weil kein passendes Spender-Organ gefunden wird. Das muss sich ändern!“, unterstrich die Ärztin und verdeutlichte dies anhand der Zahlen die die DSO liefert: Im Jahr 2025 haben in Deutschland insgesamt 985 Menschen nach ihrem Tod ein oder mehrere Organe gespendet. Das sind 32 mehr als im Jahr 2024 und entspricht 11,8 Organspenderinnen und Organspendern pro einer Million Einwohner. Mit dieser moderaten Steigerung um 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr erreicht die Organspende in Deutschland den höchsten Stand seit dem Jahr 2012. Zugleich bleibt jedoch festzuhalten: Die Zahl der Spenderorgane reicht weiterhin nicht aus, um allen Patientinnen und Patienten auf den Wartelisten eine Transplantation zu ermöglichen.

Der „Tag der Organspende“ solle keine Werbeveranstaltung für die Spende von Organen oder Gewebe sein, sondern lediglich der sachlichen und fachlichen Information dienen, um sich mit der Thematik auseinanderzusetzen, unterstrich Ruth Lindner. Ziel sei, es eine individuelle Entscheidung zu treffen, ob man Organspender sein wolle oder nicht, dazu sei es auch hilfreich, in den Austausch mit seinen Angehörigen zu gehen. Sollte man sich für eine Organspende entscheiden, dann kann dies in einem Organspendeausweis dokumentiert oder im Organspende-Register eingetragen werden. Dies entlaste auch die Angehörigen, denn wenn der Zeitpunkt komme, sei dies „die schwierigste Frage zum ungünstigsten Zeitpunkt für die unglücklichste Familie“, verdeutlichte die Ärztin.

Wie man sich als Organempfängerin fühlt und welche Auswirkungen dies auf den Körper und das weitere Leben hat, konnte Maike Wolfram aus Balduinstein, die selbst schon zwei Nierentransplantationen erlebte, beeindruckend darstellen. Mit vielen persönlichen Schilderungen beantwortete sie alle Fragen der Anwesenden geduldig, offen und ausführlich. Maike Wolfram berichtete von ihrer Autoimmunerkrankung, deren Ursachen nicht festgestellt werden konnten: das Nierengewebe beider Nieren zerstörte sich selbst. Die erste Spenderniere bekam sie 1997 als 24-Jährige, die Wartezeit auf ein Spenderorgan betrug sechs Jahre, in dieser Zeit musste sie mehrmals in der Woche zur Dialyse. Auch die neue Niere wurde durch die Autoimmunerkrankung wieder angegriffen, so dass sich Maike Wolfram 2009 erneut einer Transplantation unterziehen musste und von ihrer Mutter eine Spenderniere erhielt, mit der sie heute noch lebt.

Am Ende waren alle Teilnehmenden von der Veranstaltung nicht nur tief beeindruckt, sondern sich darüber einig, dass es sehr wichtig ist, das Thema „Organspende“ in der Gesellschaft zu diskutierten und sich damit auseinanderzusetzen. Zur Vertiefung der Thematik werden beide Schulen die Inhalte im Rahmen des Unterrichts aufgreifen, bekundeten die Organisatoren der Veranstaltung.

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Miteinander und voneinander lernen!

Die Schulgemeinde (Lehrer, Schüler und Eltern – in Kooperation mit den Bildungspartnern unserer Schule) übernimmt Verantwortung für ein gutes Schul- und Arbeitsklima

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