Deutsch · BG 12

Theaterexkursion nach Frankfurt

Schülerinnen und Schüler des Beruflichen Gymnasiums erlebten Goethes „Faust – Der Tragödie erster Teil" im Theater „Katakombe" im Kulturhaus am Zoo.

Die Schülerinnen und Schüler des Leistungs- und Grundkurses Deutsch der Jahrgangsstufe 12 vor dem Kulturhaus am Zoo in Frankfurt
Die Schülerinnen und Schüler des Leistungs- und Grundkurses Deutsch der Jahrgangsstufe 12 vor dem Kulturhaus am Zoo in Frankfurt, in dem das Theater „Katakombe" Goethes „Faust" zeigte.
Theaterexkursion BG 12

Schüler der Knapp-Schule erlebten Aufführung von Goethes „Faust"

Gemeinsam begaben sich der Leistungs- und Grundkurs Deutsch der Jahrgangsstufe 12 des Beruflichen Gymnasiums (BG) der Wilhelm-Knapp-Schule (WKS) Weilburg mit ihren Lehrerinnen Dr. Astrid Eisbrenner und Silvia Henn-Söhngen auf eine Exkursion nach Frankfurt.

Die Schülergruppe besuchte in der Mainmetropole das Theater „Katakombe" im Kulturhaus am Zoo und sah dort das Theaterstück „Faust – Der Tragödie erster Teil" von Johann Wolfgang von Goethe (28.08.1749 – 22.03.1832).

Ein Klassiker im modernen Gewand

Die Jugendlichen erlebten den klassischen Stoff in einem modernen Gewand. Regisseurin Carola Moritz versetzte die Handlung in die Gegenwart mit Faust als schöngeistigen Intellektuellen und Modeschöpfer, der den Zenit seiner Karriere bereits überschritten hat. Der Protagonist ist ein moderner Großstädter, erfolgreich, getrieben und erschöpft von der eigenen Rastlosigkeit.

In einer Sinnkrise, deprimiert und vom Leben gelangweilt, sucht Faust Hilfe bei Mephisto, dessen Wette mit Gott den Auftakt der Handlung bildet. Alles nur ein Spiel! Der Einsatz sind die Seelen der Menschen.

Faust, Mephisto und Margarethe

Faust (Christoph Gérard Stein) verspricht Mephisto (Jürgen Knittl) seine Seele, wenn es diesem gelingen sollte, ihn von seiner Unzufriedenheit zu befreien und neuen Schwung in sein Leben zu bringen. Mit Mephisto eilt Faust von Event zu Event, von der Vernissage in Auerbachs Keller zur lustvollen Drogenküche der Hexe, in der er verjüngt wird.

Doch die äußere Verwandlung bedingt für den Protagonisten auch eine innere, moralische. Für den Erfolg unterwirft er sich den modernen Marktbedingungen und wird zum Produzenten von billiger Fast Fashion. Ohne Skrupel verführt Faust Margarethe (Miriam Zeller), die noch an eine Zukunft der Gesellschaft glaubt. Er schwängert Gretchen und stürzt sie ins Verderben.

Walpurgisnacht und Gesellschaftskritik

In der Walpurgisnacht feiert die Finanzwelt orgiastisch ihre Kapitalerfolge. Gezeigt wird das Bild einer Gesellschaft, die sich der Beschleunigung und dem hemmungslosen Konsum verschrieben hat und von den Folgen ihrer Handlungsweise nichts wissen will. So entsteht ein Spannungsraum zwischen Macht und Moral, Begehren und Verantwortung, Gier und Erlösung.

Bühnenbild: Welten aus Bauklötzen

Das von Friedrich-Wilhelm Gärtner gestaltete Bühnenbild greift die Idee des „Spiels" auf und besteht aus überdimensionalen Bauklötzen, mit denen die Darsteller wie Kinder bauen – und ihre Welt anschließend immer wieder zerstören.

Die Weilburger Schülerinnen und Schüler waren von der Aufführung sehr beeindruckt und diskutierten anschließend noch lange über das Stück.

— Eindrücke der Deutsch-Kurse BG 12 nach der Vorstellung

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