Fachoberschule · Abschluss 2026

Fachoberschüler erwarben an der WKS die Studierfähigkeit

Fachhochschulreife in der Tasche: Die Absolventinnen und Absolventen der Fachoberschule (FOS) mit der Fachrichtung Wirtschaft und Verwaltung der Wilhelm-Knapp-Schule Weilburg wurden 2026 in der festlich geschmückten Aula verabschiedet – besondere Leistungen und soziales Engagement wurden mit Auszeichnungen gewürdigt.

Absolventinnen und Absolventen der Fachoberschule (FOS) Wirtschaft und Verwaltung mit ihren Abschlusszeugnissen vor der Wilhelm-Knapp-Schule Weilburg 2026
Die Absolventinnen und Absolventen der Fachoberschule (FOS) der Wilhelm-Knapp-Schule Weilburg mit ihren Abschlusszeugnissen 2026.
Fachoberschule · Juli 2026

Besondere Leistungen und soziales Engagement durch Auszeichnungen gewürdigt

Die Absolventinnen und Absolventen der Fachoberschule (FOS) mit der Fachrichtung Wirtschaft und Verwaltung haben an der Wilhelm-Knapp-Schule (WKS) Weilburg ihre Fachhochschulreife erlangt und damit die Studierfähigkeit erworben.

Das Wichtigste in Kürze

  • Wer: Die Absolventinnen und Absolventen der Fachoberschule (FOS) der Wilhelm-Knapp-Schule Weilburg, Fachrichtung Wirtschaft und Verwaltung (Klassen FOS 12 A und FOS 12 B).
  • Was: Feierliche Zeugnisübergabe in der geschmückten Aula durch die Klassenlehrer Cordula Stillger und Hauke Zanner – im Beisein von Lehrkräften, Eltern, Verwandten und Freunden.
  • Abschluss: Die Fachhochschulreife – sie eröffnet den Weg ins Studium, ins duale Studium oder in eine anspruchsvolle Ausbildung.
  • Ergebnis: Jahrgangsbester war Leo König (FOS 12 B) mit dem Schnitt 1,2; ausgezeichnet wurden zudem Laura Wagner (1,5) und Lara Sophie Scherer (1,9) sowie Emma Seefeld für ihr DLRG-Ehrenamt.

„Ihre ganz persönliche ‚Ich AG‘“ – die Rede des Schulleiters

Im Hinblick darauf, dass das Fach Wirtschaft während der zwei Schuljahre in der Fachoberschule eine zentrale Rolle einnahm, präsentierte WKS-Schulleiter Stefan Jeanneaux-Schlapp seine Rede – „wie es sich für Kaufleute gehört“ – als Unternehmensgeschichte: „Vor zwei Jahren haben Sie alle ein Unternehmen gegründet. Es trägt Ihren Namen, es hat genau eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter, und es ist das wichtigste Unternehmen Ihres Lebens: Ihre ganz persönliche ‚Ich AG‘. Der Geschäftszweck stand im Gründungsvertrag: Fachhochschulreife. Die Fachoberschule war Ihr Gründerzentrum – hier gab es Beratung, Infrastruktur und ein Netzwerk. Den Businessplan nannten wir Stundenplan.“

Wie bei jeder Gründung habe es Durststrecken gegeben, aber das Durchhaltevermögen habe sich gelohnt: „Die Bilanz Ihrer Schulzeit liegt heute vor Ihnen, und sie weist einen satten Gewinn aus“, resümierte der Schulleiter und blieb im Bild: „Natürlich hatte Ihre ‚Ich AG‘ auch Investoren! Ihre Eltern und Familien haben das Startkapital gegeben, das durch nichts zu ersetzen ist: Vertrauen, Geduld und Rückhalt – und das in unbegrenzter Höhe, ohne je eine Dividende zu verlangen.“ Die Lehrkräfte seien die Unternehmensberater gewesen, die Wissen vermittelt, Strategien aufgezeigt und – falls nötig – auch mal ein deutliches Sanierungsgespräch geführt haben. Die Praktikumsbetriebe wiederum waren die ersten Geschäftspartner, die den Absolventinnen und Absolventen die Türen zur Berufswelt geöffnet haben.

„Heute ist Ihr Börsengang. Mit dem Zeugnis der Fachhochschulreife notiert Ihre ‚Ich AG‘ erstmals am Markt – und ich kann Ihnen als Schulleiter versichern: Der Ausgabekurs ist hoch, und die Prognose zeigt steil nach oben. Vor Ihnen liegen viele Wachstumsstrategien: das Studium, das duale Studium, die anspruchsvolle Ausbildung. Ja, die Märkte sind in Bewegung – die Welt verändert sich schnell, und niemand kann Ihnen jede Kursschwankung vorhersagen. Aber Sie haben gelernt, was gute Unternehmerinnen und Unternehmer auszeichnet: dranbleiben, umdenken, weitermachen. Wer eine Gründung durch zwei Jahre Klausuren, Praktikum und Prüfungen geführt hat, der muss vor keiner Zukunft Angst haben“, betonte Stefan Jeanneaux-Schlapp. Abschließend gab er „als langjähriger Beobachter des Marktes“ allen noch einen Rat mit auf den Weg: „Investieren Sie weiter in die beste Aktie, die Sie je besitzen werden – in sich selbst. Bilden Sie sich weiter, bleiben Sie neugierig, bleiben Sie mutig. Diese Aktie kennt langfristig nur eine Richtung.“

Eine Abschlussrede aus Legosteinen

„Wie jedes Jahr warte ich im Lauf des letzten Halbjahres immer auf eine passende Eingebung für meine Rede.“ Doreen Große-Riedel, die für die FOS zuständige Abteilungsleiterin und frisch gebackene stellvertretende Schulleiterin, begann mit einem Einblick in ihre persönliche Gedankenwelt bei der Planung ihrer Abschlussrede. Ihr Ziel sei es, immer einen persönlichen Bezug zu den Schülerinnen und Schülern in den Blickpunkt zu stellen – und schließlich wurde sie fündig: Was folgte, war keine klassische Abschlussrede, sondern ein kurzweiliger, mit persönlichen Erinnerungen an die gemeinsame Zeit gespickter Rückblick.

Die Studiendirektorin erinnerte an eine Unterrichtssequenz, in der die Fachoberschülerinnen und -schüler Lego bauten: Da stand einmal ein Brückenbau mit Legosteinen auf dem Programm, um ein Gefühl für Planung zu erhalten, oder die Jugendlichen setzten sich als Einstieg in das Fach Projektmanagement mit der zukünftigen Gestaltung der Schule als Lernort auseinander und bauten dazu Modelle. Also baute Doreen Große-Riedel auch für ihre Abschlussansprache Legomodelle, die sie im Verlauf der Rede präsentierte und die symbolisch als Eckpfeiler für ihre Aussagen dienten.

Rutsche, Tür, Pokal und Schatzkiste

So zeigte sie eine Rutsche und meinte, sie wünsche sich, dass die Absolventinnen und Absolventen in der Zukunft richtig Schwung aufnehmen. Dazu gehöre auch der Mut, „einfach mal die Beine hochzunehmen und loszulassen“. Obwohl das Leben – wie die Rutschbahn – Kurven hat, in denen man kurz die Kontrolle verliert, sei es das Ziel, am Ende jeder Rutschpartie immer sicher auf den Füßen zu landen. Eine Tür stand symbolisch dafür, selbst zu entscheiden, welchen Weg jeder Einzelne beschreiten will. Ein Pokal war beispielhaft für den Erfolg: „Aber vergesst dabei nie: Ein Pokal ist am Ende nur glänzendes Metall. Der wahre Wert liegt nicht in der Trophäe, die im Regal verstaubt, sondern in dem Weg, den ihr zurückgelegt habt, um sie zu erreichen, und in dem Schweiß, den ihr investiert habt.“

Zum Schluss öffnete sie eine Schatzkiste – natürlich ein Symbol für Reichtum. Doch Reichtum werde nicht nur in Euro und Cent gemessen: „Ich wünsche euch eine Schatzkiste voller wertvoller Erinnerungen, Erfahrungen und Weisheiten, die ihr im Laufe eures Lebens sammelt.“ Abschließend dankte Doreen Große-Riedel allen, die die Schülerinnen und Schüler auf ihrem zweijährigen Weg begleitet haben: dem Fachschulkoordinator Aron Soßna, den Klassenleitern Cordula Stillger und Hauke Zanner, den unterrichtenden Lehrkräften sowie den Eltern, Freunden, Mitschülerinnen und Mitschülern, die oft eine große Stütze waren.

„Gemeinsam haben wir es geschafft!“

Nadir Zipp nutzte die Gelegenheit, im Namen des Absolventenjahrgangs einige Worte an die Anwesenden zu richten und sich für die Unterstützung, die Geduld und die Begleitung während der Schulzeit in der FOS zu bedanken. Mit einem verschmitzten Lächeln meinte der Schülersprecher: „Vielen Dank für die Geduld! Wir wissen, dass wir anstrengend waren, wir wissen, dass Sie anstrengend waren, aber gemeinsam haben wir es geschafft!“ Seine Worte spiegelten das freundliche Verhältnis zwischen Lehrkräften und Schülern sowie die Wertschätzung und Dankbarkeit wider und machten deutlich, wie prägend die letzten beiden Jahre waren.

Die ausgezeichneten Absolventinnen und Absolventen der FOS 2026 mit Abteilungsleiterin Doreen Große-Riedel und den Klassenlehrern Cordula Stillger und Hauke Zanner an der Wilhelm-Knapp-Schule Weilburg
Für herausragende Leistungen und soziales Engagement geehrt: die Jahrgangsbesten der FOS 2026 mit Abteilungsleiterin Doreen Große-Riedel und den Klassenlehrern Cordula Stillger und Hauke Zanner.

Die Jahrgangsbesten 2026

Nach der Zeugnisübergabe durch die Klassenlehrer Cordula Stillger und Hauke Zanner wurden vier Absolventinnen und Absolventen noch einmal besonders hervorgehoben und durch Doreen Große-Riedel und die beiden Klassenleiter für ihre herausragenden Leistungen sowie soziales Engagement geehrt. Leo König war mit einer Durchschnittsnote von 1,2 nicht nur bester Schüler der Klasse FOS 12 B, sondern gleichzeitig auch Jahrgangsbester. Ebenfalls hervorstechende Leistungen erzielten Laura Wagner (FOS 12 B), die einen Mittelwert von 1,5 erreichte, und Lara Sophie Scherer (FOS 12 A), die für ihren Notenschnitt von 1,9 ausgezeichnet wurde.

Eine zusätzliche Würdigung erhielt Emma Seefeld für ihre ehrenamtliche Tätigkeit als Rettungsschwimmerin bei der DLRG Ortsgruppe Wolfenhausen.

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von Leonard Gürtel aus Mengerskirchen, der mit seinem brillanten Klavierspiel alle begeisterte. Zum Abschluss der Feier wurden zahlreiche Erinnerungsfotos gemacht – lachende Gesichter, Umarmungen und der Stolz über das Erreichte prägten die Bilder, die diesen besonderen Tag festhalten.

Die erfolgreichen Fachabiturientinnen und Fachabiturienten 2026

Verabschiedet wurden die Schülerinnen und Schüler, die in der Fachoberschule mit der Fachrichtung Wirtschaft und Verwaltung die Fachhochschulreife erreicht haben:

FOS 12 A – Fachrichtung Wirtschaft (Klassenlehrerin: Cordula Stillger):

Lina Abdel-Rahman (Selters-Haintchen), Eryk Bielak (Weilburg), Steven Düsberg (Weilmünster), Luca Simon Flink (Weilburg-Kubach), Sevil Guliyeva (Limburg-Linter), Oleg Havryliuk (Weilmünster-Laubuseschbach), John Joel Kurz (Weilburg-Kirschhofen), Siriyada Latsch (Limburg), Alexander Ott (Merenberg), Muhammed Saricicek (Löhnberg), Lara Sophie Scherer (Leun-Biskirchen), Lennart-Morris Schwarzer (Buseck-Beuern) und Albert Alexander Weber (Weilburg).

FOS 12 B – Fachrichtung Wirtschaft (Klassenlehrer: Hauke Zanner):

Samantha Michelle Bartnitzek (Löhnberg-Niedershausen), Lisa Marie Breitenreiter (Weilburg-Odersbach), Justin Keke Diehl (Löhnberg), Seher Eroglu (Weilmünster), Alina Fetter (Weilburg-Waldhausen), Louisa Fütz (Weilburg-Kirschhofen), Andreas Grubert (Weilburg), Ali Kalaycioglu (Weilburg-Kubach), Justin Klink (Mengerskirchen-Dillhausen), Sherin Marie Konheiser (Mengerskirchen-Winkels), Leo König (Weilburg-Odersbach), Melanie Neumüller (Grävenwiesbach), Jaden-Lee Hakim Ouidane (Weilburg-Odersbach), Xenia Remy (Mengerskirchen-Dillhausen), Emma Seefeld (Weilmünster-Wolfenhausen), Laura Wagner (Löhnberg), Talha Zafar (Hüttenberg-Rechtenbach) und Nadir Zipp (Löhnberg-Obershausen).

Fachoberschule an der WKS – in zwei Jahren zur Fachhochschulreife

Die Fachoberschule (FOS) der Wilhelm-Knapp-Schule Weilburg führt in der Fachrichtung Wirtschaft und Verwaltung in zwei Jahren zur Fachhochschulreife – mit einem betrieblichen Praktikum in der Jahrgangsstufe 11 und Vollzeitunterricht in der Jahrgangsstufe 12. Der Abschluss berechtigt bundesweit zum Studium an Fachhochschulen und eröffnet ebenso den Weg in ein duales Studium oder eine anspruchsvolle Ausbildung. Wer danach noch höher hinaus will: Die Fachschule für Wirtschaft der WKS bietet die kostenfreie Weiterbildung zum Bachelor Professional. Alle Infos zur Anmeldung gibt es auf der Bildungsgangseite. Für ein persönliches Beratungsgespräch genügt ein Anruf unter 06471 9188-0.

Investieren Sie weiter in die beste Aktie, die Sie je besitzen werden – in sich selbst. Bilden Sie sich weiter, bleiben Sie neugierig, bleiben Sie mutig. Diese Aktie kennt langfristig nur eine Richtung.

— Stefan Jeanneaux-Schlapp, Schulleiter der Wilhelm-Knapp-Schule Weilburg

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